Der Oktober bringt eine ruhigere Zeit für Imker und ihre Bienenvölker. Die Arbeiten am Bienenstand sind abgeschlossen und die Völker bereit für die bevorstehende kalte Jahreszeit. Einige Zeit bleibt uns noch bis zum geschäftigen Treiben vor Weihnachten, sodass wir uns ganz der Natur hingeben können, die nun ihre Farbenpracht entfaltet. Leuchtend rote Hagebutten, erfrischender Apfelmost, goldgelbes Herbstlaub und frisch geerntete Pilze schaffen in dieser Jahreszeit eine unvergleichliche Atmosphäre. Der Oktober hat zweifelsohne seinen ganz eigenen Zauber.
Gemäß der alten Bauernregel gilt: Im September verschließe den Bienenstock. Mit dem Monat September verbinden sich zahlreiche wichtige Daten und traditionelle Wetterregeln. Am 23. September tritt die herbstliche Tagundnachtgleiche ein und der astronomische Herbst beginnt. Ende des Monats, am 28. September, feiern wir den Tag des heiligen Wenzel; traditionell startet dann eine schöne Zeitspanne milden Wetters, bekannt als Altweibersommer, welche erst im Oktober endet, wenn die wilden Gänse gen Süden ziehen. Wie die alte Weisheit es formuliert: „Am St.-Wenzels-Tag der Spätsommer erwacht, fliegen Gänse fort, ist's bald vorbei mit aller Pracht.“ Tipp: Notieren Sie sich an diesem Tag die Außentemperatur und Wetterlage in Ihr Imkertagebuch oder nutzen Sie hierfür mobile Apps.
Gesetzliche Pflichten im August: Vergessen Sie nicht, die aktuelle Anzahl Ihrer Bienenvölker sowie deren Standorte zu melden. Empfohlene imkerliche Tätigkeiten im August: Behandlungswiederholung gegen Varroose: Verwenden Sie Langzeitbehandlungsmittel wie Thymovar oder Gabon, um Ihre Bienenvölker vor Parasitenbefall zu schützen. Sicherstellung ausreichender Vorräte: Bis spätestens 10. August sollten Ihre Bienenvölker etwa drei Viertel der benötigten Wintervorräte erreicht haben. Dies ist entscheidend für eine erfolgreiche Überwinterung.
Der Juli zählt bei Imkern zu den anspruchsvollsten Monaten. Es ist eine Zeit, in der alle wichtigen Aufgaben maximale Aufmerksamkeit und intensiven Einsatz erfordern. Der Großteil der Imker beschließt sein Imkerjahr gegen die zweite bis dritte Juliwoche. Allerdings nehmen Imker, die mit ihren Bienenvölkern wandern oder eine außergewöhnlich lange Trachtperiode haben, vereinzelt auch im August noch Honig ab. Wird eine wichtige imkerliche Tätigkeit vernachlässigt, kann dies nicht nur einen geringeren Honigertrag im kommenden Jahr bedeuten, sondern häufig sogar bereits im folgenden Herbst zum Verlust ganzer Bienenvölker führen.
A. Gesetzliche Verpflichtungen im Mai: Meldung der Anzahl der überwinterten Bienenvölker an den zuständigen Imkerverein (Bestandszahlen sollten seit Februar ermittelt werden). Die Meldung dient der statistischen Erfassung und Planung notwendiger Behandlungen gegen Krankheiten. Uns Imkern kommt eine große Eigenverantwortung bei der Aufrechterhaltung gesunder und produktiver Völker zu.


























































































































































