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Akku-Oxalsäureverdampfer vor dem Flugloch einer weißen Holzbeute auf trockenem Gras und Herbstlaub

Eine der größten Herausforderungen für jede Imkerin und jeden Imker ist die Kontrolle der Varroamilbe. Dieser winzige Parasit von nur ein bis zwei Millimetern gilt als gefährlichster Feind der Honigbienen. Die Milben besiedeln und vermehren sich in der Brut, verstecken sich zwischen den Körpersegmenten der Bienen und saugen deren Körperflüssigkeiten. Dadurch schwächen sie die Bienen und übertragen zugleich Viruskrankheiten. Der Befall führt zu deformierten und kranken Bienen – und ohne rechtzeitige Behandlung kann er unweigerlich zum Zusammenbruch des gesamten Bienenvolkes führen.

Varroose betrifft alle Imkerbetriebe, unabhängig von der Anzahl der Völker.

Methoden der Varroose-Behandlung und Oxalsäure-Sublimation

Es gibt mehrere Verfahren zur Varroose-Bekämpfung; zu den am schnellsten verbreiteten zählt die Sublimation (Verdampfung) von Oxalsäure. Dabei wird kristalline, weiße Oxalsäure (optisch ähnlich wie Puderzucker) in einem Gerät sublimiert – sie geht also direkt vom festen in den gasförmigen Zustand über, ohne zuvor flüssig zu werden. Der entstehende Dampfstrom wird anschließend in die Beute eingeblasen; dort kondensiert die Oxalsäure auf Waben, Rähmchen und Bienen und wirkt zuverlässig gegen die Milben.

Der genaue Mechanismus, wie Oxalsäure die Varroamilben abtötet, ist noch nicht vollständig geklärt, ihre Wirksamkeit gegen Varroa destructor ist jedoch belegt. Vorgaben zu Honigräumen, Tracht und Wartezeiten richten sich nach dem verwendeten zugelassenen Tierarzneimittel und seiner aktuellen Packungsbeilage. Oxalsäure kommt zudem natürlicherweise in vielen Pflanzen vor (z. B. in Sauerampfer). Dennoch gilt: Es handelt sich um eine Säure und sie ist nicht völlig ungefährlich.

Bei der Handhabung und insbesondere bei der Anwendung sind geeignete persönliche Schutzausrüstungen zwingend erforderlich: Arbeitskleidung, eine Atemschutzmaske mit mindestens Filterklasse ABE P3 sowie chemikalienbeständige Handschuhe. Oxalsäuredämpfe sind beim Einatmen gefährlich, und der Stoff kann zudem leicht über die Haut aufgenommen werden.

Zwei Akkuverdampfer mit gelben Akkus vor Holzbeuten, zwischen denen ein heller Dampfnebel sichtbar ist

Geräte zur Oxalsäure-Sublimation

Auf dem Markt ist eine Vielzahl von Geräten mit unterschiedlichen Funktionsprinzipien und Preisklassen erhältlich – von einfachen bis hin zu professionellen Modellen.

Für die praktische Anwendung sind drei Punkte maßgeblich:

  • Die Dosis richtet sich nach der Packungsbeilage des konkret verwendeten Präparats und dem vorgesehenen Beutensystem.

  • Aufheizen und Temperatureinstellung erfolgen nach der Anleitung des Verdampferherstellers. Ungeeignete Einstellungen können zu Ablagerungen oder Fehlfunktionen führen.

  • Behandlungszeitpunkt, Außentemperatur und mögliche Wiederholungen müssen zur zugelassenen Anwendung des Präparats passen. Die Oxalsäurebehandlung ist auf brutfreie Völker auszurichten.

Entscheidend ist ein gezieltes Vorgehen: den Befallsdruck am Stand messen und Dosierung sowie Anwendung an die aktuelle Situation im Volk anpassen.

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