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Obrázek Oxalsäure-Sublimation

Eine der größten Herausforderungen für jede Imkerin und jeden Imker ist die Kontrolle der Varroamilbe. Dieser winzige Parasit von nur ein bis zwei Millimetern gilt als gefährlichster Feind der Honigbienen. Die Milben besiedeln und vermehren sich in der Brut, verstecken sich zwischen den Körpersegmenten der Bienen und saugen deren Körperflüssigkeiten. Dadurch schwächen sie die Bienen und übertragen zugleich Viruskrankheiten. Der Befall führt zu deformierten und kranken Bienen – und ohne rechtzeitige Behandlung kann er unweigerlich zum Zusammenbruch des gesamten Bienenvolkes führen.

Eine der größten Herausforderungen für jede Imkerin und jeden Imker ist die Kontrolle der Varroamilbe. Dieser winzige Parasit von nur ein bis zwei Millimetern gilt als gefährlichster Feind der Honigbienen. Die Milben besiedeln und vermehren sich in der Brut, verstecken sich zwischen den Körpersegmenten der Bienen und saugen deren Körperflüssigkeiten. Dadurch schwächen sie die Bienen und übertragen zugleich Viruskrankheiten. Der Befall führt zu deformierten und kranken Bienen – und ohne rechtzeitige Behandlung kann er unweigerlich zum Zusammenbruch des gesamten Bienenvolkes führen. Varroose betrifft alle Imkerbetriebe, unabhängig von der Anzahl der Völker.

Methoden der Varroose-Behandlung und Oxalsäure-Sublimation

Es gibt mehrere Verfahren zur Varroose-Bekämpfung; zu den am schnellsten verbreiteten zählt die Sublimation (Verdampfung) von Oxalsäure. Dabei wird kristalline, weiße Oxalsäure (optisch ähnlich wie Puderzucker) in einem Gerät sublimiert – sie geht also direkt vom festen in den gasförmigen Zustand über, ohne zuvor flüssig zu werden. Der entstehende Dampfstrom wird anschließend in die Beute eingeblasen; dort kondensiert die Oxalsäure auf Waben, Rähmchen und Bienen und wirkt zuverlässig gegen die Milben.

Der genaue Mechanismus, wie Oxalsäure die Varroamilben abtötet, ist noch nicht vollständig geklärt, ihre Wirksamkeit gegen Varroa destructor ist jedoch belegt. Bei sachgerechter Anwendung ist sie weder für die Bienen noch für den Honig schädlich – sie verflüchtigt sich innerhalb von zwei Wochen aus dem Honig, und der Oxalsäuregehalt kehrt auf den natürlichen Wert zurück. Oxalsäure kommt zudem natürlicherweise in vielen Pflanzen vor (z. B. in Sauerampfer). Dennoch gilt: Es handelt sich um eine Säure und sie ist nicht völlig ungefährlich.

Bei der Handhabung und insbesondere bei der Anwendung sind geeignete persönliche Schutzausrüstungen zwingend erforderlich: Arbeitskleidung, eine Atemschutzmaske mit mindestens Filterklasse ABE P3 sowie chemikalienbeständige Handschuhe. Oxalsäuredämpfe sind beim Einatmen gefährlich, und der Stoff kann zudem leicht über die Haut aufgenommen werden.

https://www.vceliobchod.cz/images/1/instantvap-04.jpg

Geräte zur Oxalsäure-Sublimation

Auf dem Markt ist eine Vielzahl von Geräten mit unterschiedlichen Funktionsprinzipien und Preisklassen erhältlich – von einfachen bis hin zu professionellen Modellen. Das Grundprinzip ist jedoch stets gleich: Oxalsäure wird auf die optimale Temperatur erhitzt, und der entstehende Dampf wird in die Beute eingebracht.

Unter Imkerinnen und Imkern gibt es unterschiedliche Ansichten zum Vorgehen bei der Sublimation, insbesondere hinsichtlich Temperatur, Dosierung und Behandlungshäufigkeit. Anwendererfahrungen zeigen, dass:

  • Die optimale Dosierung von Oxalsäure (Oxalsäure-Dihydrat) liegt bei 1–3 Gramm pro Volk – 1 Gramm reicht für kleinere Völker, 3 Gramm für starke Völker. Für eine durchschnittliche Beute werden häufig etwa 2 Gramm empfohlen.

  • Die Sublimation beginnt bei etwa 157 °C; bei dieser Temperatur verläuft der Prozess langsam und es besteht die Gefahr von Ablagerungen im Gerät. Ideal ist ein Heizbereich von 200–230 °C.

  • Die Einschätzungen zur Behandlungsfrequenz variieren. In verdeckelter Brut kann die Milbe bis zu 11–12 Tage überleben, weshalb Behandlungen innerhalb dieser Zeitspanne weniger effektiv sind. Während der Saison wird häufig eine Serie von 5–7 Anwendungen im Abstand von wenigen Tagen empfohlen, außerdem Behandlungen nach der letzten Honigernte bis in den Herbst hinein. Die Sublimation eignet sich auch als Abschlussbehandlung vor der Einwinterung – stets bei Außentemperaturen über 10 °C, wenn die Wintertraube locker sitzt.

Entscheidend ist ein gezieltes Vorgehen: den Befallsdruck am Stand messen und Dosierung sowie Anwendung an die aktuelle Situation im Volk anpassen. Nur so lässt sich ein wirksamer Schutz der Bienenvölker und zugleich hochwertiger, gesunder Honig erreichen.

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