Imkerkalender für den Monat März 25
Der März läutet das aktive Imkerjahr ein: Garten- und Standpflege, Kontrolle der Bienenvölker nach dem Reinigungsflug und das Einpflanzen neuer bienenfreundlicher Pflanzen tragen maßgeblich zur erfolgreichen Imkersaison bei.
Ende März bereiten wir uns auf Ostern vor – eine gute Gelegenheit, Honigvorräte zu verkaufen, bevor wir vollständig mit den Tätigkeiten an den Bienenvölkern beschäftigt sind. Viele Imker freuen sich bereits darauf.
Ein Monat voller Erwartung neuen Lebens
Der Name März leitet sich vermutlich von den sprießenden Birken oder dem tragenden Vieh ab, und deutet somit auf den beginnenden Naturzyklus hin. Bildlich gesprochen wimmelt es Anfang März auch in den Völkern von neuem Leben. Die Königin steigert ihre Legetätigkeit, um Nachwuchs zu produzieren, der ab April zu gesunden Sammelbienen heranwächst. So kräftigen sich die Völker rechtzeitig zur Maiblüte.
Ende März können Sie die potenzielle Volksstärke bis zur Obstbaumblüte abschätzen: Pro 1 dm2 verdeckelter Brutfläche schlüpfen rund 400 Jungbienen. Die Entwicklung einer Arbeiterin dauert 21 Tage vom Ei. Bis zur Obstblüte legt die Königin jede Brutzelle mindestens zweimal hintereinander. Sammelbienen übernehmen den Polleneintrag ab etwa dem 26. Lebenstag. Berechnen, dokumentieren und vergleichen Sie anschließend die Brutstärke Ihrer Völker und den Honigertrag der ersten Ernte – so gewinnen Sie wertvolle Entscheidungshilfe auch für weitere Maßnahmen im Volk.
Mit dem St. Gregor-Tag (12. März) erwacht spürbar die Natur: Zugvögel kehren zurück, Bauern und Gärtner beginnen mit der Bodenbearbeitung. Für Imker ist dies der ideale Zeitpunkt zum Setzen von Sträuchern und bienenfreundlichen Stauden, insbesondere auch Pflanzen, die später im Jahr Nektar und Pollen liefern wie Sonnenhut, Sonnenbraut, Dahlien, Astern und Goldruten.
Der astronomische Frühlingsanfang fällt in diesem Jahr auf den 20. März um 4:06 Uhr MEZ (Frühlings-Tagundnachtgleiche). Nach einem milden Herbst und Winter betrachten wir aufmerksam, wie sich das bisher warme Klima auf unsere Bienen ausgewirkt hat.
Mit Mariä Verkündigung (25. März) wird das Erwachen der Natur besonders spürbar. Die Arbeiten beschleunigen sich, und wir sollten daher rechtzeitig dafür sorgen, folgende Dinge griffbereit zu haben:
Ausreichend Zargen, Bau- und Mittelwandrähmchen zur Erweiterung der Bienenvölker
Ablegerkästen/Biennenkisten oder zusätzliche Beuten mit Futtergelegenheiten und Rähmchen für kommende Ableger oder Schwärme
Imkerwerkzeuge (Stockmeißel, Smoker, Bienenbesen) sowie Schutzkleidung (Schleier, Overall, Handschuhe)
Ausreichende Brennstoffe für den Smoker
Ausgearbeiteter Wanderplan sowie geprüfte Standorte
Gläser, Deckel und Behälter zur Honigabfüllung sowie funktionstüchtigen Honigschleuder
Vorrat an Zucker und Futterteig für eventuelle Fütterung von Jungvölkern und produktiven Völkern später im Jahr
Planung und Bestellung von Varroa-Behandlungsmitteln
Gut geplante Vorbereitung spart besonders bei größerem Völkerbestand wertvolle Zeit.
Weidenblüte – die Hochphase des Vorfrühlings
Die Salweide (Salix caprea) beschert uns die Hochphase des Vorfrühlings und ist eine wichtige Bienennahrungspflanze. Sie ist zweihäusig, wobei männliche Blüten (silberne Kätzchen) Pollen und Nektar bieten, weibliche hingegen überwiegend Nektar spenden. Es lohnt sich, männliche Weiden zu pflanzen.
Tipp: Geeignete Weiden-Arten können als Stecklinge speziell in Baumschulen erworben werden.
Pollen – zentrale Bedeutung für die frühe Völkerentwicklung
Pollen ist essentiell für junge Bienen, die daraus in ihrer Futtersaftdrüse Futter produzieren. Durchschnittlich verbraucht ein Volk 20–40 kg Pollen jährlich. Wenn natürliche Quellen knapp sind, werden zunehmend Pollenersatzstoffe als Ergänzung geboten.
Tipp: Informieren Sie sich in speziellen Pollenkalendern, um den Überblick über wichtige Trachten und deren Verlauf zu behalten.
Volksentwicklung im beginnenden Frühjahr
Nach dem ersten Ausflug beginnt das Volk schnell mit Pollen- und Nektareintrag, was die Legetätigkeit anregt und das Brutnest aktiviert. Die Imker fördern diesen Prozess etwa durch Futtergaben oder das Kratzen verschlossener Vorräte. Sorgen Sie auch für sauberes Wasser nahe dem Stand.
Tätigkeit des Imkers – Frühjahrsrevision
Die erste gründliche Frühjahrsrevision nutzt man zur Bewertung der Volksstärke, gleicht eventuell Unterschiede durch Austausch oder Verstärkung aus und setzt auf diese Weise die Grundlage für einheitliche Betriebsführung.
Es ist ratsam, in diesem Zeitraum auch notwendige Varroa-Behandlungen durchzuführen, da jetzt Brutflächen und Milbenbefall gut zu kontrollieren und behandeln sind.
Aus: Zeitschrift für Imkerei, Mgr. Kateřina Šulková





































































































































































































