Asiatische Riesenhornissen können Bienenvölker mit koordinierten Angriffen bedrohen. Japanische Honigbienen haben dagegen ein bemerkenswertes kollektives Abwehrverhalten entwickelt: Sie umschließen einzelne Angreifer in einem heißen Bienenball.
Riesenhornisse und Asiatische Hornisse unterscheiden
Die Asiatische Riesenhornisse, auch Mandarin-Hornisse genannt, heißt wissenschaftlich Vespa mandarinia. Sie ist nicht mit der Asiatischen Hornisse Vespa velutina zu verwechseln. Nach Angaben des Umweltbundesamts kommt Vespa mandarinia in Deutschland bislang nicht vor. Vespa velutina ist dagegen in Deutschland etabliert. Daneben gibt es die heimische Europäische Hornisse Vespa crabro.
Koordinierte Angriffe auf Bienenvölker
Beim Angriff der Riesenhornissen können zunächst einzelne Tiere ein Bienenvolk auskundschaften und chemische Markierungen hinterlassen. Weitere Hornissen beteiligen sich anschließend am Angriff. Ziel ist unter anderem die Brut, die als Nahrung dient.
Der heiße Abwehrball der Japanischen Honigbiene
Arbeiterinnen der Japanischen Honigbiene Apis cerana japonica können eine Hornisse rasch umschließen. Durch die Aktivität ihrer Flugmuskulatur erzeugen sie Wärme im Inneren dieses Balls. Untersuchungen beschreiben Temperaturen um 46 °C; zugleich steigt die Kohlendioxidkonzentration. Wärme und Kohlendioxid wirken zusammen und können die eingeschlossene Hornisse töten. Es handelt sich also nicht einfach um ein „Rösten“ bei 50 °C.
Dieses Abwehrverhalten darf nicht pauschal auf alle Honigbienen übertragen werden. Auch die Aussage, deutsche Bienenvölker seien grundsätzlich vor Hornissenangriffen sicher, wäre irreführend: Die hier vorkommende Vespa velutina ist eine andere Art und muss gesondert betrachtet werden.


























































































































































