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Bienen sind meist friedliche Tiere, können sich aber mit ihrem Stachel verteidigen. Ein Stich verursacht häufig örtliche Schmerzen, Rötung und Schwellung. Bei einer Insektengiftallergie kann schon ein einzelner Stich eine schwere Reaktion auslösen. Deshalb ist es wichtig, Abwehrverhalten zu vermeiden und Warnzeichen nach einem Stich zu erkennen.

Warum Bienen stechen

Wächterbienen schützen das Flugloch und reagieren auf Störungen am Stock. Erschütterungen, Arbeiten mit Rasenmäher oder Freischneider sowie Eingriffe in die Beute können Abwehrverhalten auslösen. Eine feste, für alle Völker geltende Zeitgrenze für einen gefahrlosen Aufenthalt vor dem Flugloch gibt es nicht. Auch bei der Arbeit am Volk ist umsichtiges Verhalten erforderlich.

Bienengift und seine Wirkung

Arbeiterinnen besitzen einen Giftapparat. Auch die Königin verfügt darüber und setzt ihren Stachel vor allem gegen andere Königinnen ein. Bienengift enthält verschiedene Eiweißbestandteile und Peptide, darunter Melittin. Seine Wirkung hängt unter anderem von der aufgenommenen Giftmenge und der individuellen Empfindlichkeit ab.

Aus pauschalen Angaben zur Zahl der Stiche lässt sich keine sichere Verträglichkeitsgrenze für einen einzelnen Menschen ableiten. Eine allergische Reaktion ist von der Giftwirkung vieler Stiche zu unterscheiden. Ein fehlender Stachel in der Haut bedeutet außerdem nicht, dass kein Gift abgegeben wurde.

Erste Hilfe bei einer örtlichen Reaktion

Bleibt der Bienenstachel in der Haut, entfernen Sie ihn möglichst schnell, beispielsweise durch seitliches Abschaben mit einer Plastikkarte. Vermeiden Sie dabei Druck auf die Giftblase. Reinigen Sie die Einstichstelle und kühlen Sie sie mit einem in ein Tuch gewickelten Kühlpack oder kalten Umschlägen. Kratzen Sie nicht an der Stelle.

Breiten sich die Beschwerden aus, halten sie ungewöhnlich lange an oder kommen weitere Symptome hinzu, sollte die Reaktion ärztlich abgeklärt werden.

Wann sofort Hilfe nötig ist

Bei Atemnot, Kreislaufproblemen, Bewusstlosigkeit oder Schwellungen im Mund und Rachen sofort 112 rufen. Auch ein Stich direkt im Mund- oder Rachenraum ist ein Notfall. Eine schwere allergische Reaktion kann den ganzen Körper betreffen und rasch fortschreiten.

Menschen mit bekannter Insektengiftallergie sollten ihren ärztlichen Notfallplan befolgen und das verordnete Notfallset mitführen. Bei entsprechenden Symptomen ist ein verordneter Adrenalin-Autoinjektor nach Einweisung anzuwenden. Antihistaminika ersetzen bei einer schweren Reaktion weder Adrenalin noch den Rettungsdienst.

Stiche vermeiden

  • Abstand zu Fluglöchern und Nestern halten.
  • Ruhig bleiben, langsam bewegen und nicht nach Bienen oder Wespen schlagen.
  • Bei der Arbeit am Bienenvolk geeignete Schutzkleidung tragen.
  • Speisen und Getränke im Freien kontrollieren und abdecken; süße Lebensmittel ziehen besonders Wespen an.

Weitere Informationen: gesund.bund.de zur Insektengiftallergie und Stiftung Gesundheitswissen zur Ersten Hilfe bei Insektenstichen.

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