Bienenstiche
Bienen greifen meist an, wenn sie gestört werden. Dies kann durch andere Insekten (Ameisen, Wespen) oder auch durch einige Vögel und Nagetiere geschehen. Manchmal ist auch menschliche Aktivität verantwortlich, wie z.B. Rasenmäher, Freischneider, das Eindringen in ihre Behausungen oder die Abholzung von Wäldern. Im Bienenvolk gibt es sogenannte Wächterbienen, die den Eingang bewachen und das Signal zum Angriff geben. Erfahrene Imker wissen, dass die Grenze vor dem Eingang fünf Minuten beträgt. Wenn diese Zeit überschritten wird, ist mit einem Angriff zu rechnen. Auch bei der Manipulation am Bienenstock kann es zu Abwehrverhalten kommen. Das erste Warnsignal ist Brummen und wenn der Eindringling nicht aufhört, kommt der Stachel zum Einsatz. Im Frühling und außerhalb der Trachtzeit sind Bienen besonders empfindlich, daher sollte man sie nicht reizen. Wird man gestochen, sollte man sich bewusst sein, dass der Bienenstachel Gift enthält.
Bienengift
Bienengift wird von den Drüsen der Arbeiterinnen produziert. Für dessen Entstehung ist eiweißreiche Nahrung erforderlich. Sie können auch bei der Invertierung des Nektars entstandene Abfallprodukte in Gift umwandeln. Die Königin hat ebenfalls eine Giftdrüse, aber sie nutzt das Gift im Kampf gegen eine andere Königin.
Zusammensetzung des Gifts
Das Gift besteht etwa aus 65% Wasser, 27% Proteinen und 8% anderen Substanzen. Es hat keine konstante chemische Zusammensetzung und einer der Hauptbestandteile ist Melittin. Melittin ist eine farblose Substanz mit angenehmem Geruch. Bienengift wirkt auf das Nervensystem, senkt den Blutdruck und zerstört rote Blutkörperchen. Es kann auch Schocks und fieberhafte Zustände verursachen. An der Einstichstelle entsteht eine Schwellung mit scharfem Schmerz. Bei einigen Personen kann dies zu Bewusstlosigkeit führen. Im Falle eines Stiches sollte der Stachel mit einem Fingernagel, einer Kreditkarte oder einem Messer entfernt werden. Die Wunde kann mit Seife oder Zwiebel behandelt werden. Bei einer Allergie sollte dringend ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden. Gute Medikamente sind zum Beispiel Xizal oder Zyrtec. Es sind auch Fälle bekannt, bei denen eine Biene eine Vene bei einem widerstandsfähigen Imker getroffen hat. In solchen Fällen fiel der Imker in Ohnmacht. Während Bienenstiche beim Menschen solche Wirkungen hervorrufen können, sind die Bienen selbst am empfindlichsten gegenüber Bienenstichen.
Toxizität des Bienengifts
Die Dosis, die tödlich für einen Menschen ist, beträgt 2,8 mg pro Kilogramm Körpergewicht. Für einen Menschen mit einem Gewicht von 70 kg ist die tödliche Dosis in 700 Stichen enthalten. Für ein Kind mit einem Gewicht von 10 kg sind 90 Stiche tödlich. Diese Zahlen gelten für einen gesunden Menschen, der nicht allergisch auf Bienenstiche reagiert. Es wird auch davon ausgegangen, dass bei einem Stich die volle Dosis Gift übertragen wird. Beim Stich kommt es zur Übertragung vom Giftbeutel in die Wunde. Es kann vorkommen, dass einige Stiche nicht mit dem Giftstachel herausgezogen werden, was bedeutet, dass kein Gift übertragen wird.
Wie man Bienenstichen entgeht
- Süße Sachen wie überreifes Obst, Cola, etc. ziehen hauptsächlich Wespen an.
- Übertreiben Sie es nicht mit dem Sport im Freien. Menschlicher Schweiß zieht Bienen und Wespen an.
- Töten Sie keine einzige Wespe oder Biene.
- Meiden Sie Bienenstöcke und andere Orte, an denen sich Bienen aufhalten.
- Es wird nicht empfohlen, helle Kleidung zu tragen.





































































































































































































