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Obrázek Apimondia 2025: Was hat sie gebracht?

Der internationale Kongress Apimondia 2025 präsentierte die neuesten Trends, Methoden und Ausrüstungen rund um die Imkerei. Wir geben Ihnen einen ausführlichen Überblick über die interessantesten Aussteller und Produkte, die in diesem Jahr auf der Messe im Mittelpunkt standen.

Der internationale Kongress Apimondia 2025 präsentierte die neuesten Trends, Techniken und Ausrüstungen in der Imkerei. Wir bringen Ihnen einen detaillierten Überblick über die spannendsten Aussteller und Produkte, die in diesem Jahr die Messe geprägt haben.

Französische Tradition und Spitzentechnologie

Die traditionelle europäische Imkerei wurde stolz von der französischen Firma Thomas vertreten. Dieses Unternehmen kann auf eine beeindruckende Geschichte zurückblicken, die 120 Jahre zurückreicht. Obwohl ihr Stand auf der Apimondia kleiner war als man es von Veranstaltungen direkt in Frankreich gewohnt ist, war das Angebot dennoch äußerst eindrucksvoll.

Thomas ist auf den Verkauf von Schleuderlinien und Entdeckelungsmaschinen spezialisiert. Das Sortiment ist so ausgelegt, dass es sowohl die Anforderungen professioneller Imkereien als auch die Bedürfnisse kleinerer Imkerbetriebe erfüllt.

Innovationen für die Gesundheit von Bienen und Imkern

Unter den Ausstellungen fanden sich auch Schlüsselprodukte, die auf die Zukunft der Imkerei und die Eindämmung moderner Bedrohungen ausgerichtet sind. Vorgestellt wurde Technik zur Bekämpfung der Asiatischen Hornisse (Vespa velutina) – ein hochaktuelles Thema in vielen europäischen Ländern.

Neben der Bienengesundheit rückte auch die Gesundheit der Imker selbst in den Fokus. Als besonders heißes Messe-Highlight wurde ein spezielles Exoskelett präsentiert, das zur Entlastung und Unterstützung bei Rückenschmerzen entwickelt wurde.

Der Traum vieler Imker: Verladetechnik

Zu den inspirierendsten Exponaten gehörte eine spezielle Maschine – Andis Machine. Dabei handelt es sich um ein Verladegerät, das auf einen Wagen oder Anhänger montiert wird und mit Stützfüßen ausgestattet ist.

Die Maschine ist 4,6 Meter lang. Ein zentrales Merkmal ist die Fähigkeit der Stabilisatoren, das Gerät ohne zusätzliche Hilfe zuverlässig in Waage zu halten.

Größter Messestand und Sponsor der Apimondia

Der größte Stand der gesamten Apimondia 2025 gehörte der Firma Lysoń, einer polnischen Manufaktur. Lysoń hatte zudem kürzlich die italienische Firma SAF Natura übernommen.

Das breite Sortiment umfasst:

  • Honigschleudern von SAF Natura.

  • Honigschleudern von Lysoń, unterteilt in zwei Modellreihen:

    • Profi (für Berufsimker – Profine).

    • Hobby (für Freizeitimker, typisch durch rote Reifen/Spannringe).

  • Entdeckelungs- und Crememaschinen sowie weiteres Zubehör, das Sie auch in unserem Sortiment finden.

Unverzichtbares Zubehör und Schweizer Qualität

Teil der Ausstellung war auch ein Stand mit Apidea-Begattungskästchen, die als eine der besten Lösungen am Markt gelten und durch ihre typische braune Farbe auffallen.

Das ernste Thema Varroose griff die Schweizer Firma Biovet auf. Sie ist auf Präparate gegen Varroa spezialisiert, etwa Oxuvar und Thymovar, sowie auf Sublimationsgeräte.

Fokus auf Analysen und die Gesundheit der Bienenvölker

Eines der zentralen Themen der Apimondia ist die Qualität von Bienenprodukten und die Gesundheit der Bienenvölker – entsprechend stark war die Präsenz von Unternehmen, die sich auf Analytik spezialisiert haben. In der Halle waren zahlreiche Firmen vertreten, traditionell besonders viele aus Deutschland.

  • Laboranalysen: Unter den Ausstellern war zum Beispiel Eurofins, die umfassende Analysen zur Bestimmung der botanischen Herkunft von Pollen sowie Untersuchungen sämtlicher Bienenprodukte – inklusive Propolis und Wachs – durchführen.

  • Behandlung und Verdunster: Ein wichtiger Beitrag zur Bienengesundheit sind Innovationen bei der Anwendung von Behandlungsmitteln. Ein Stand aus Irland präsentierte FormicPro, einen Langzeitverdunster für Ameisensäure. Diesen Verdunstertyp führen wir ebenfalls in unserem Angebot.

Stände internationaler Produzenten und spezialisierte Produkte

  • Königinnenzucht: Besucher konnten auf Anbieter treffen, die sich auf die Zucht von Bienenköniginnen konzentrieren – darunter Züchter aus Italien, die sich auf die Bienenrasse Bakfast spezialisiert haben.

  • Schutzkleidung aus Indien: Indische Hersteller zeigten Imkerbekleidung, die speziell dafür entwickelt wurde, dass Imker in warmen Regionen nicht überhitzen.

Innovationen in der Verarbeitung: Perga, Kerzen und Mittelwände

Die Messe bot außerdem eine Reihe von Werkzeugen und Technologien für eine effizientere Verarbeitung von Bienenprodukten.

  • Die litauische Firma Villara ist bekannt für Produkte zur Gewinnung von Perga (fermentierter Pollen). Präsentiert wurden verschiedene Maschinengrößen sowie Pollentrockner. Villara zeigte zudem Muster von Perga und ein professionelles System zum Kerzengießen, das Rollen für das automatisierte Herausziehen und Kürzen des Dochtes nutzt.

  • Ukrainische Mittelwände und Honigschleudern: Ein ukrainischer Stand zeigte Technik zur Herstellung von Mittelwänden – konkret Handwalzen. Die Handfertigung ist jedoch sehr aufwendig, weshalb bei Handwalzen eine nachrüstbare Motorisierung gefragt ist. Außerdem waren Wendeschleudern zu sehen.

Revolution beim Wabenhonig und Kunststoff-Mittelwände

Zwei Stände boten Lösungen, die die Art der Honigproduktion und des Schleuderns deutlich verändern könnten.

1. System für Wabenhonig (Kopenhagen)

Eine Firma aus Kopenhagen stellte ein System zur Produktion von Wabenhonig (Honey cassette) vor. Dabei handelt es sich um Kunststoffkassetten mit hohlen Zellen, die in die Beute eingesetzt werden. Die Bienen füllen die Zellen mit Honig, und die gefüllten Kassetten werden anschließend entnommen.

Zum System gehören auch Mini-Honigschleudern, die das Schleudern direkt aus diesen Kassetten ermöglichen. Der Hauptvorteil: Der Honig wird ohne Entdeckeln geschleudert, wodurch frischer Honig ohne Wachspartikel gewonnen wird. Die Kassetten werden einfach getrennt, in die Mini-Schleuder eingesetzt und ausgeschleudert.

2. Robuste Kunststoff-Mittelwände (Australien)

Ein australischer Stand bewarb Kunststoff-Mittelwände (Wax Foundation) als Lösung für Probleme, die mit hohen Temperaturen und sehr zähflüssigem Honig zusammenhängen.

  • Lösung für heißes Klima: In Australien herrscht ein sehr warmes Klima, wodurch klassische Wachsmittelwände weich werden, absacken und sich verformen. Kunststoff-Mittelwände verhindern dieses Problem.

  • Schleudern von sehr zähflüssigem Honig: Kunststoff-Mittelwände sind ideal, wenn extrem zähflüssige Honige geschleudert werden (vergleichbar mit tschechischem Heide- oder Efeuhonig). Solcher Honig könnte beim Schleudern Wachswaben beschädigen, während Kunststoffwaben intakt bleiben.

  • Wirtschaftlichkeit und Lebensdauer: Die Mittelwände bestehen aus lebensmittelechtem Kunststoff, sind günstiger (ca. 1,5 USD) und halten theoretisch ewig. Ein ähnliches Prinzip mit Details (z. B. Verriegelungen für besseres Einrasten) nutzt auch der tschechische Hersteller Herr Žák.

Revolution in der Varroa-Behandlung? Neuer Ansatz mit RNA

Zu den spannendsten Entdeckungen der Messe gehörte zweifellos ein Stand, der eine Methode zur Kontrolle der Varroose mittels RNA-Interferenz (RNAi) präsentierte. Adam aus den USA stellte ein Präparat namens "Noroa" vor, das sein Team seit mehr als zehn Jahren entwickelt und testet.

Wie funktioniert Noroa? Das Prinzip ist faszinierend und unterscheidet sich grundlegend von klassischen Akariziden.

  1. Anwendung: Das Präparat wird den Bienen als vorab angemischter und dosierter Zuckersirup im Beutel verabreicht.

  2. Aufnahme: Die Bienen nehmen den Sirup mit einer spezifischen doppelsträngigen Ribonukleinsäure (dsRNA) auf.

  3. Übertragung auf Larven und Milben: Mit dieser Lösung füttern die Bienen anschließend ihre Larven. In der Brutzelle kommt das Präparat in Kontakt mit der parasitierenden Varroa-Milbe. Wichtig: Die Übertragung auf die Milbe erfolgt nicht oral (durch Aufnahme), sondern über direkten Kontakt.

  4. Wirkung: Sobald die Milbe mit dieser spezifischen RNA in Kontakt kommt, wird die Spaltung eines bestimmten Proteins blockiert, das für die Milbe entscheidend ist.

  5. Ergebnis: Die Milbe stirbt nicht! Sie bleibt am Leben, wird durch den Eingriff in ihre Biologie jedoch unfruchtbar – sie kann sich nicht weiter vermehren.

Diese Methode „schaltet“ im Grunde die Fortpflanzungsfähigkeit der Milben aus, was langfristig zu einem Zusammenbruch ihrer Population im Volk führen könnte – ganz ohne harte Chemie.

Verfügbarkeit und Preis Das Präparat befindet sich derzeit in der Registrierungsphase in den USA. Der Einstiegspreis liegt zwischen 17 und 20 US-Dollar pro Dosis. Sobald jedoch die Serienproduktion anläuft, wird ein Preisrückgang auf sehr attraktive 5 bis 8 US-Dollar erwartet.

Der optimale Zeitpunkt für die Anwendung ist eine Phase mit geringer Milbenpopulation, etwa früh im Frühjahr, um eine starke Vermehrung im Jahresverlauf zu verhindern.

Thermosolar-Beuten: Die Kraft der Wärme im Kampf gegen die Milbe

Eine weitere bemerkenswerte Station war ein tschechischer Stand mit Thermosolar-Beuten. Dort erklärte uns Honza Rája das Prinzip und die Vorteile dieser Methode im Detail.

Gleich zu Beginn ist zu betonen: Auch eine Thermosolar-Beute ist keine Wunderlösung, die völlig ohne Zutun des Imkers funktioniert. Wie bei anderen Methoden sind Pflege, Monitoring und das richtige Timing entscheidend. Die Methode basiert jedoch auf einem rein physikalischen Prinzip und kommt vollständig ohne Chemie aus.

Wie funktioniert die Thermosolar-Beute? Sie nutzt die hohe Empfindlichkeit der Varroa-Milbe gegenüber erhöhter Temperatur:

  • Über 36 °C (nur ein Grad mehr als die normale Bruttemperatur) stellt die Milbe ihre Vermehrung ein.

  • Über 38 °C werden ihre Organe geschädigt.

  • Über 40 °C stirbt die Milbe.

Ziel der Thermosolar-Behandlung ist es, die Milben idealerweise 2,5 Stunden lang Temperaturen über 40 °C auszusetzen.

Was ist entscheidend? Diese Methode zielt nicht auf Milben auf erwachsenen Bienen (phoretische Phase), sondern auf Milben unter den Zelldeckeln in der Brut. Das ist ein großer Vorteil, denn genau in der Brut befindet sich der überwiegende Teil (85–90 %) der Milbenpopulation im Volk.

Während des Aufheizens entsteht in der Beute ein Klima ähnlich einer Sauna – die Temperatur steigt, die relative Luftfeuchtigkeit sinkt. Erwachsene Bienen und die Königin können sich in kühlere Bereiche zurückziehen oder die Beute kurzfristig sogar verlassen. Jungbienen bleiben jedoch oben und versorgen die offene Brut aktiv, damit sie nicht austrocknet.

Notwendigkeit der Wiederholung Da die Behandlung nur Milben in der Brut erfasst, muss sie wiederholt werden.

  1. Erste Behandlung: Sie zerstört den Großteil der Population (85–90 %) in der verdeckelten Brut.

  2. Zweite Behandlung: Sie erfolgt nach 6 bis 14 Tagen. In dieser Zeit wechseln die verbliebenen Milben von den erwachsenen Bienen wieder in die Brut, um sich zu vermehren – und werden so von der zweiten Wärmewelle erfasst.

Ein idealer Zeitraum ist zum Beispiel im Juli nach dem Abnehmen der Honigräume. Damit stellt der Imker sicher, dass die Winterbienen, die ab August schlüpfen, weder durch Milben noch durch die von ihnen übertragenen Viren geschädigt werden. Wie der Name andeutet, ist die Beute auf Sonnenenergie angewiesen – der Standplatz sollte daher sonnig sein.

Weitere interessante Messe-Highlights

Neben diesen beiden Hauptthemen stießen wir auf weitere Innovationen:

  • Propolis-Verdampfer: Zu sehen waren neue Verdampfertypen, die mit deutlich niedrigeren Temperaturen arbeiten – bereits ab 40 °C. Verwendet wird dabei ein spezieller Propolis-Auszug.

  • Varro-Controller: Ein weiteres Gerät zur thermischen Behandlung von Bienenvölkern, das zwar arbeitsintensiver ist, aber ebenfalls vollständig ohne Chemie auskommt.

  • Die Firma Hexagon demonstrierte ihre Geräte zum Cremigen von Honig und zur Pollenreinigung. Die Rührgeräte wirkten designseitig sehr gelungen – mit abgerundeten Kanten, hochwertigeren Dichtverschlüssen und einem Außenmantel zur Beheizung.

Apimondia in Kopenhagen hat klar gezeigt, dass der Kampf gegen die Varroose in Richtung intelligenterer und nachhaltigerer Methoden geht – entweder über Biotechnologie (RNAi) oder über physikalische Prinzipien (Wärmebehandlung). Klar ist: Die Zukunft der Imkerei liegt in der Kombination dieser Innovationen mit sorgfältiger, aufmerksamer Arbeit des Imkers.

Inspiriert von Videos von Herrn Sedláček

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