info@fuerimker.de

Select your language

Anmelden / Registrieren
Anmelden / Registrieren
Meine Wunschliste

Deine Wunschliste ist leer.

Vergleichen

Es wurden keine Elemente zum Vergleich hinzugefügt.

Warenkorb

Ihr Warenkorb ist derzeit leer.

Blick in eine geöffnete Beute mit zahlreichen braunen Flecken auf den Oberträgern der Holzrähmchen

Nosemose, früher auch Nosematose genannt, gehört zu den häufigsten Erkrankungen erwachsener Honigbienen. Verantwortlich für diese Krankheit sind parasitäre Mikrosporidien (Insektenpilze), welche die Darmzellen von Bienen befallen. Wichtigste Erreger sind: Nosema apis, ein historisch bekannter Parasit europäischer Herkunft, und Nosema ceranae, heute weltweit verbreitet und ursprünglich bei der östlichen Honigbiene (Apis cerana) beschrieben. Beide Arten können auch gleichzeitig auftreten (sogenannte Mischinfektion). Nosema ceranae kann ganzjährig nachweisbar sein, auch in den Sommermonaten.

Wie steckt sich eine Biene mit der Nosemose an?

Die Infektion erfolgt durch die Sporen der Parasiten, die von den Bienen mit kontaminierter Nahrung oder mit dem Kot infizierter Artgenossen aufgenommen werden. Im Darm aktivieren sich diese Sporen, benutzen ihr Polfilament (eine Art winzige Harpune), dringen in Darmzellen ein, vermehren sich dort und zerstören die Zellen. Nach Zerstörung der Zellen gelangen weitere Sporen in die Umgebung und infizieren andere Bienen.

Übertragungswege innerhalb und zwischen Bienenvölkern

Übertragung innerhalb eines Volkes:

  • Koprophagie: Bienen reinigen ihren Stock und nehmen dabei den sporenhaltigen Kot infizierter Artgenossen auf, was eine rasche Verbreitung der Krankheit verursacht.

  • Fütterung und gegenseitige Nahrungsweitergabe: Die engmaschigen sozialen Kontakte erhöhen den Infektionsdruck.

Übertragung zwischen Völkern und mögliche Transportwirte:

  • Verflug zwischen Bienenvölkern: Kranke Bienen können andere Stöcke infizieren.

  • Zufälliger Kontakt mit anderen Insekten (etwa Wachsmotten, Ameisen, Hummeln oder Wespen), die Sporen möglicherweise mechanisch verschleppen. Solche Transportwirte sind von für den Entwicklungszyklus notwendigen Zwischenwirten zu unterscheiden.

  • Unbeabsichtigte Ausbreitung durch Imker bei Benutzung infizierter Gerätschaften, Rähmchen, Beuten und beim Vereinigen oder der Königinnen-Zugabe.

Erkennungszeichen der Nosemose bei Bienenvölkern

Typische Krankheitssymptome einer Mikrosporidien-Infektion:

  • Merklicher Bienenverlust, geschwächtes Volk mit geringer Vitalität.

  • Ruhelosigkeit und Störung auch bei kühler Witterung, wenn die Bienen normalerweise nicht ausfliegen.

  • Gelbliche, streng riechende Kotflecken an Waben, Zargenwänden und am Stockeingang.

  • Geschwollener Hinterleib sowie farblich aufgehellter Darm bei der Untersuchung toter Bienen.

  • Auffällige Ansammlung von toten Bienen im Bodenbereich des Stocks.

Die genannten Anzeichen sind unspezifisch und erlauben allein keine Diagnose. Insbesondere bei Nosema ceranae können deutliche Kotspuren fehlen. Ein Labor kann Sporen mikroskopisch nachweisen; zur sicheren Artbestimmung eignen sich molekulare Verfahren wie PCR.

Folgen einer Nosemose bei Bienen

Eine Infektion mit Mikrosporidien beeinträchtigt die Verdauung der Bienen, verursacht wesentliche Energieverluste und reduziert somit deren Lebenserwartung und Leistungsfähigkeit. Dadurch wird die gesamte Kolonie geschwächt, wodurch ihr Überleben gefährdet ist.

Vorbeuge und Maßnahmen zur Verringerung der Nosemose im Bestand

Die Vorbeugung beruht vor allem auf guter Völkerführung und konsequenter Hygiene. Bei auffälliger Entwicklung unterstützt eine gezielte Untersuchung die Auswahl der Maßnahmen.

Wichtige vorbeugende Maßnahmen:

  • Pflege und Gesunderhaltung starker und widerstandsfähiger Bienenvölker.

  • Regelmäßige Erneuerung von mindestens einem Drittel der Waben pro Jahr.

  • Einhaltung der Hygienemaßnahmen, regelmäßige Reinigung und gründliche Desinfektion sämtlicher Werkzeuge und der Beute.

  • Varroabehandlung und Nosemosevorsorge unterscheiden: Formidol ist laut Gebrauchsinformation gegen Varroose vorgesehen und hier nicht als gezielte Nosemosetherapie zu empfehlen.

  • Einsatz junger, kräftiger Königinnen und ordnungsgemäße Einwinterung.

  • Besondere Sorgfalt und Gesundheitskontrolle bei Bildung neuer Ableger und Zucht neuer Königinnen.

Übersetzt und bearbeitet nach Inspiration durch Artikel von beeinfo und beedol.

....