Das Sprichwort „Was tschechischer Imker ist, das ist ein Tüftler“ ist wohl jedem vertraut. Jeder Imker sucht stetig neue Wege, um die Arbeit mit Bienen zu vereinfachen. Daraus entstehen zahlreiche Innovationen in Betriebsweisen und Hilfsmitteln. Eines dieser Verbesserungen stellt ein spezielles Rähmchen dar. Beim jährlichen Einsetzen von Rähmchen mit Mittelwänden in die Bienenvölker stoßen wir auf das Problem der zerbrechlichen Jungfernwaben, den sogenannten „Jungfernbau“. Diese sind besonders empfindlich bei der Handhabung sowie beim Honigschleudern. Das optimierte Rähmchen reduziert diese Schwierigkeiten erheblich. Beim Ausschleudern des Honigs aus Jungfernwaben entstehen zwangsläufig Probleme. Eine verringerte Drehzahl der Honigschleuder und ein wiederholtes Wenden der Rähmchen sind hier notwendig, um den Riss oder Bruch der Waben durch die Zentrifugalkraft zu verhindern.
Das Sprichwort „Was tschechischer Imker ist, das ist ein Tüftler“ ist wohl jedem vertraut. Jeder Imker ist bemüht, sich und seiner Arbeit an den Bienenvölkern Erleichterung zu verschaffen, wobei er immer wieder innovative Lösungen entwickelt. Zu diesen Innovationen zählt das modifizierte Rähmchen. Das alljährliche Einhängen von Rähmchen mit Mittelwänden führt oft zu Schwierigkeiten aufgrund der Zerbrechlichkeit von Jungfernbau-Waben, die leicht brechen können. Die speziellen abgeschrägten Seitenteile minimieren dieses Risiko erheblich.
Beim Schleudern des Honigs aus Jungfernbau-Waben treten oft unvermeidliche Probleme auf. Um Beschädigungen der Wabenstruktur wie Bruch oder Zerren zu verhindern, muss die Drehzahl der Honigschleuder meist stark gedrosselt und die Waben wiederholt gewendet werden. Kann man diese Schwierigkeiten nachhaltig minimieren und dennoch einwandfreien Honig ernten? Unsere Antwort lautet eindeutig: „Ja!“
Aus über zwei Jahrzehnten Praxiserfahrung auf unseren Imkereien haben wir festgestellt, dass über 90 % unseres Honigs aus Jungfernbau gewonnen wird. Jedoch führt die empfindliche Struktur regelmäßig zu Rissen und Brüchen, insbesondere, wenn Pollen enthalten ist, der beim Schleudern wie ein Geschoss wirkt. Über 20 % der Jungfernbauwaben leiden bei jedem Schleudergang unter Beschädigungen. Die gängige Gegenmaßnahme ist zwar eine Reduktion der Schleuderdrehzahl, doch bedeutet dies gleichzeitig einen verlängerten Arbeitsaufwand. Auch diverse Versuche der Rähmchendrahtung brachten keine zufriedenstellende Lösung.
Vor 13 Jahren lernte ich auf dem Bienenbetrieb Kolomý erstmals Rähmchen mit abgeschrägten Seitenteilen kennen — damals war ich skeptisch. Doch eine Krankheit zwang mich dazu, die Bienenvölkerbewirtschaftung meiner Familie zu übertragen, was anfänglich zu mehr beschädigten Waben führte. Dies war der Anstoß, mit abgeschrägten Rähmchen zu experimentieren. Bereits nach drei Wochen Einsatz überzeugten mich die deutlichen Vorteile dieser Rahmengestaltung: Die Waben brachen nicht beim Honigschleudern oder während der Arbeiten im Volk. Sie erwiesen sich als stabil, strapazierfähig und tolerierten deutlich höhere Schleudergeschwindigkeiten. Zusätzlich erlaubt das optimierte Rähmchendesign durch minimale Abstände („Bienenabstände“) ein leichteres Wechseln der Bienen zwischen den Zargen.
Wie erstellt man diese Rähmchen selbst?
Viele handwerklich begabte Imker suchen nach Möglichkeiten, ihr Material selbst herzustellen. Das trifft auch auf die modifizierten Rähmchen mit abgeschrägten Seitenteilen zu. Wenn Sie nicht über die notwendigen Erfahrungen oder Geräte der Holzbearbeitung verfügen, empfiehlt es sich, fertige Hoffman-Rähmchen zu kaufen und diese anschließend anzupassen. Dabei wird einfach die obere Hälfte eines Seitenteils leicht schräg angeschliffen, vorzugsweise mit einer Bandschleifmaschine oder einem Tellerschleifer. Auch Ober- und Unterleisten können auf diese Weise angepasst werden. Hierbei ist jedoch großer Wert auf Hand- und Augenschutz zu legen! Falls keine Schleifmöglichkeiten zur Verfügung stehen, bieten sich Hobel oder Messer als Alternativen an, auch wenn der Prozess dann langwieriger wird.
Eine alternative und professionelle Methode besteht darin, Rähmchen komplett eigenhändig anzufertigen. Dabei wird das Abschrägen der Seitenteile am besten zuerst vorgenommen, beispielsweise mithilfe einer Tischkreissäge mit geneigtem Blatt oder einer Tischfräse. Solche Vorgehensweisen gelten als sicherer und präziser, insbesondere wenn entsprechende Spann- und Führungsvorrichtungen verwendet werden. Sicherheitsvorschriften und Erfahrung sollten dabei stets berücksichtigt werden.
Fazit — Vorteile der abgeschrägten Hoffman-Rähmchen
Die erwähnten modifizierten Hoffman-Rähmchen bieten dank der abgeschrägten Seitenteile eine verbesserte Belüftung und Luftzirkulation, die sich positiv auf das Klima innerhalb des Bienenstocks auswirkt. Sie minimieren die Kondenswasserbildung im Frühjahr und reduzieren dadurch auch signifikant die Schimmelbildung. Durch die besonders robuste und verzapfte Konstruktion werden zahlreiche Arbeitsschritte in der Haltung vereinfacht. Die abgeschrägten Seitenteile erleichtern das Trennen der Rähmchen trotz der Verkitten mit Propolis, sodass Abstandshalter überflüssig werden. Zusätzlich sind diese Rähmchen vollständig kompatibel mit automatischen Entdeckelungsmaschinen. Unsere Vision ist es, zukünftig die gesamte Imkerei ausschließlich mit diesen hochwertigen Rähmchen auszustatten.
Aus der Imkerzeitschrift von Jindřich Meduna


























































































































































