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Obrázek Varroose der Bienen – Symptome, Diagnose und Behandlung

Was ist Varroose? Varroose (auch Varroatose, Varroasis apium) ist die verbreitetste und gleichzeitig schwerwiegendste Krankheit bei Honigbienen, die sowohl erwachsene Bienen als auch deren Brut befällt. Verursacht wird sie durch die parasitische Varroamilbe (Varroa destructor), einen Milbenparasiten, der ursprünglich aus Asien stammt. Der ursprüngliche Wirt war die östliche Honigbiene (Apis cerana), von welcher der Parasit auf unsere europäische Honigbiene (Apis mellifera) übergesprungen ist. Seit den frühen 1970er Jahren ist die Varroamilbe auch in der Tschechischen Republik weit verbreitet. Wie erfolgt die Übertragung der Varroose? Die Varroose breitet sich vor allem über verflogene Bienen (Drohnen und Arbeiterinnen), Verflug beim Schwärmen und das Räubern zwischen bereits infizierten und zuvor gesunden Bienenvölkern aus.

Was genau ist Varroose?

Varroose (auch Varroatose, Varroasis apium) ist eine ernstzunehmende Erkrankung der Honigbienen, welche Erwachsene Tiere sowie die Brut betrifft. Als Verursacher gilt die Varroamilbe (Varroa destructor). Ursprünglich war dieser Parasit ausschließlich bei der Östlichen Honigbiene (Apis cerana) anzutreffen, doch inzwischen ist er weltweit auf die europäische Honigbiene (Apis mellifera) übergegangen. Seit Anfang der 1970er Jahre ist dieser Parasit auch in Tschechien weit verbreitet.

Wie verbreitet sich Varroose?

Die parasitären Milben breiten sich besonders schnell durch verirrte Bienen (Drohnen und Arbeiterinnen), bei Schwärmen sowie bei Räubereien zwischen gesunden und befallenen Bienenvölkern aus. Ebenfalls problematisch ist die unachtsame Verlegung von Bienenstöcken zwischen unterschiedlichen Standorten.

Lebenszyklus des Parasiten

Die weibliche Varroamilbe, gut sichtbar mit bloßem Auge, dringt kurz vor dem Verdeckeln in die Brutzellen ein. Dort durchläuft sie innerhalb der verdeckelten Brutzelle ihre gesamte Entwicklung – von der Eiablage bis zum erwachsenen Milbenweibchen. Mit der schlüpfenden jungen Biene kommen schließlich etwa 2–6 befruchtete Weibchen heraus, die sofort bereit sind, einen weiteren Zyklus zu beginnen. Sie bevorzugen dabei besonders das Drohnenbrut, während Weiselzellen meist nicht angegriffen werden.

Klinische Symptome eines Befalls

Stark betroffene Völker werden zunehmend geschwächt, was sie sehr anfällig gegenüber anderen Krankheiten macht. Charakteristische Krankheitsanzeichen für varroageplagte Bienenvölker sind unter anderem:

  • Verdrehte oder verkrüppelte Flügel der Arbeitsbienen
  • Deformierte Hinterleiber oder Extremitäten
  • Stark geschwächte, nicht flugfähige Arbeiterinnen
  • Kranke Bienen, die von gesunden Bienen am Flugloch abgelegt werden und rasch sterben

Ist das Volk stark befallen, können bereits Larven und Puppen in den Brutzellen selbst absterben.

Diagnosemethoden für Varroose

Besteht ein Verdacht auf die Varroose, empfiehlt es sich, folgende diagnostische Verfahren anzuwenden:

  • Diagnose von Gemüll am Boden des Bienenstocks: mittels Flotationsmethode oder visueller Untersuchung
  • Untersuchung der Drohnenbrut: visuell oder mittels Auswaschen
  • Untersuchung erwachsener Bienen: mittels Waschprobe (mit oder ohne Abtötung der Biene), thermischer Methode oder Kontrolle mithilfe von Kohlendioxid (CO2) oder der Puderzuckermethode (Zuckerabschütteln)

Es ist wichtig, bei der Diagnose nicht die Varroamilbe mit der weniger schädlichen Bienenlaus (Braula coeca) zu verwechseln.

Prävention und Behandlungsmaßnahmen

In vielen Ländern, darunter Tschechien, erfolgt die Behandlung gemäß der zuständigen tierärztlichen Regulierungen und Richtlinien. Zur Bekämpfung der Varroose stehen verschiedene Behandlungsmethoden und Mittel zur Verfügung:

Synthetische Akarizide:

  • Amitraz, Tau-Fluvalinat, Flumethrin
  • Vorteile: leichte Anwendung und hohe Wirksamkeit
  • Nachteile: Risiko, dass Resistenzen auftreten; mögliche Rückstände im Bienenwachs

Natürlich vorkommende Substanzen (organische Säuren, ätherische Öle):

  • Ameisensäure, Milchsäure, Oxalsäure, Thymol
  • Vorteile: keine Rückstände im Honig, ökologische Verträglichkeit
  • Nachteile: kompliziertere Anwendung, besondere Sorgfalt und Fachwissen erforderlich

Zootechnische und alternative Verfahren:

  • Regelmäßiges Monitoring der Varroamilben
  • Erneuern der Wabenrähmchen, Drohnenbrut schneiden, Bildung von Ablegern
  • Umsiedlung des Volkes auf neue Mittelwände
  • Käfigen der Königin zur Brutunterbrechung
  • Thermische „entmilbende“ Behandlung bei erhöhter Temperatur

Zukunft der Varroose-Bekämpfung – Genetische Resistenz

Aktuelle Forschungen zielen auf die Selektion genetisch promising Merkmale wie „Varroa Sensitive Hygiene“ (VSH), um resistente Völker zu züchten. Die geringe genetische Erblichkeit macht diesen Ansatz derzeit jedoch noch schwierig.

Fazit und Empfehlung für Imker

Unterschätzen Sie keinesfalls die Prävention und prüfen Sie regelmäßig die Gesundheit Ihrer Bienenvölker! Frühzeitig getroffene wirkungsvolle Maßnahmen können den Befall wirksam kontrollieren und drohende schwere Verluste verhindern. Regelmäßige Diagnostik, sorgfältiges Varroa-Monitoring und eine sinnvolle Kombination aus vorbeugenden und behandelnden Verfahren sind essenziell für eine erfolgreiche Imkerei mit robusten Bienenvölkern.

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