Revolution in der Imkerwerkstatt: Wachsschmelzer und Rähmchenreiniger 2in1
Das Schmelzen von Bienenwachs und das Reinigen von Rähmchen gehören zu den Arbeiten, die Imker meist eher aus Pflichtgefühl als aus Freude erledigen. Wachs ist klebrig, Kokonreste und Verunreinigungen haften überall, und der Zeitaufwand überrascht selbst erfahrene Imker. Der Wachsschmelzer bietet eine Lösung, die zwei zentrale Arbeitsschritte in einem Prozess vereint: das Ausschmelzen des Wachses und die gleichzeitige Reinigung der Rähmchen.
Was kann das Gerät – und warum ist es sinnvoll?
Der größte Vorteil ist die Multifunktionalität und der durchgängige Arbeitsablauf. Die Rähmchen werden in das Gerät eingesetzt, anschließend erfolgt das Auskochen, das Wachs wird von Verunreinigungen getrennt und die Rähmchen werden im heißen Wasserbad gleichzeitig gereinigt und hygienisch behandelt. Dank Wasserzirkulation und Separation erhält man saubereres Wachs, und provisorische Lösungen wie „Topf, Sieb und Eimer“ gehören der Vergangenheit an.
Die Konstruktion basiert auf dem Konzept des Imkers Ralf Kolbe und wurde so entwickelt, dass sie dem Imker in der arbeitsintensiven Zeit der Wachsverarbeitung Zeit, Energie und Nerven spart.
Technische Lösung für starke Leistung
Der RuBee® ist als robuster Helfer für die Imkerwerkstatt konzipiert – mit leistungsstarker Beheizung, Zirkulation und Fokus auf sichere Bedienung. Zu den wichtigsten Komponenten gehören:
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Heizleistung: zwei unabhängige Heizspiralen mit jeweils 3000 W.
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Pumpe: leistungsstarke Umwälzpumpe mit 120 W für Zirkulation und Separation.
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Material: komplette Edelstahlausführung mit hochwertiger Isolierung zur Reduzierung von Wärmeverlusten.
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Steuerung: integrierter Thermostat und fünf Kugelhähne für eine präzise Regelung von Durchfluss und Arbeitsprozess.
In der Praxis bedeutet das: schnelleres Aufheizen, stabilerer Prozess und weniger Nacharbeit bei der Reinigung.
Praktische Tipps für Montage und Erstinbetriebnahme
Bei der ersten Montage empfiehlt es sich, sorgfältig vorzugehen. Die folgenden Hinweise basieren auf Praxiserfahrungen im Imkereibetrieb.
1) Anschluss der Pumpe und Schläuche
Achten Sie bei der Montage auf die Flussrichtung des Wassers. Auf dem Pumpengehäuse befindet sich ein Pfeil – dieser sollte nach unten zeigen. Neuere Ausführungen sind oft mit einem Winkelstück ausgestattet, das hilfreich ist: Der Schlauch knickt nicht ab, es entsteht kein „Knick“, und der Durchfluss bleibt konstant.
Ein weiterer Vorteil sind die Ventile – muss die Pumpe gereinigt oder ausgetauscht werden, kann sie abgekoppelt werden, ohne dass der gesamte Tank entleert werden muss.
Tipp: Dichtungsband nur bei Verbindungen ohne Gummidichtung verwenden. Wo eine Dichtung vorhanden ist, wird kein Band benötigt.
2) Positionierung der Steuerung
Bei neueren Modellen gibt es eine praktische Halterung zur Aufhängung der Pumpensteuerung. Das Kabel ist in der Regel länger ausgeführt und so geführt, dass die Steuerung keiner unnötigen Wärmestrahlung ausgesetzt ist und dennoch stets griffbereit bleibt.
3) Einsetzen des Trennblechs (Trennwand)
Im Inneren des Behälters befindet sich ein Edelstahlblech zur Abtrennung des Arbeitsbereichs. Beim ersten Einsetzen kann dies etwas knifflig wirken. Bewährt hat sich, das Blech diagonal einzusetzen, im Inneren zu drehen und anschließend schräg an seinem Platz zu positionieren.
Hinweis aus der Praxis: Bei einigen Varianten testet der Hersteller, ob die Trennwand zwingend erforderlich ist – die starke Zirkulation und das Absetzen der Verunreinigungen im unteren Bereich funktionieren häufig auch ohne sie sehr gut.
4) Befüllen mit Wasser und Aufheizen
Das Befüllen ist unkompliziert – einfach einen Gartenschlauch anschließen. Wichtig ist, den Wasserstand zu kontrollieren und auch den vorderen Bereich beim Separator ausreichend zu befüllen, damit das System im gesamten Volumen korrekt arbeitet. Nach dem Befüllen die Heizelemente einschalten.
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Aufheizzeit: ca. 30–60 Minuten bis zum Siedepunkt (je nach Ausgangstemperatur des Wassers).
Sicherheit bei der Arbeit: kochendes Wasser und hohe Leistung
Die Imkerwerkstatt ist oft eine improvisierte Umgebung, doch bei einem Gerät mit kochendem Wasser und hoher elektrischer Leistung sollte nichts dem Zufall überlassen werden. Beachten Sie insbesondere folgende Punkte:
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Elektrischer Anschluss: Die Gesamtleistung beträgt etwa 6 kW. Nicht an eine normale Haushaltsverlängerung anschließen. Ideal ist eine Industriesteckdose 400 V mit Aufteilung auf 3× 230 V oder zwei separat abgesicherte Stromkreise 230 V / 16 A.
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Schutz der Pumpe: Die Pumpe niemals trocken laufen lassen. Es besteht die Gefahr einer Beschädigung und eines möglichen Garantieverlusts.
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Schutzausrüstung: Handschuhe tragen und vorsichtig arbeiten. Edelstahl wird sehr heiß, und Dampf kann zu Verbrühungen führen.
Fazit
Der Wachsschmelzer und Rähmchenreiniger 2in1 ist ein robustes Gerät, das die Wachsverarbeitung im Imkereibetrieb auf ein professionelleres Niveau hebt. Bei entsprechender elektrischer Ausstattung profitieren Sie von schnellerer Arbeit, saubererem Wachs und deutlich weniger Aufwand bei der Rähmchenreinigung im Vergleich zum klassischen Auskochen im Topf.
Denken Sie über die Anschaffung eines solchen Wachsschmelzers nach oder haben Sie bereits praktische Erfahrungen gesammelt? Schreiben Sie uns Ihre Erfahrungen – die imkerliche Praxis ist oft der beste Ratgeber.





































































































































































































