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Bienen zwischen parallel angeordneten hölzernen Rähmchenoberträgern in einer geöffneten Beute

Der Beitrag behandelt horizontale Lagerbeuten („Ležan“) mit beweglichen Rähmchen. Imkern mit der Lagerbeute bietet nicht nur eine bessere Übersicht über die Bienenvölker und weniger körperliche Anstrengung, sondern auch eine optimale Nutzung der Bienenenergie. Diese Art der Bienenhaltung gewinnt unter Imkern immer stärker an Aufmerksamkeit. In unseren Bienengärten überwintern durchschnittlich etwa 60 Völker in Lagerbeuten, während im laufenden Jahr deren Zahl auf bis zu 100 steigt. Zusammen mit meiner Frau spezialisieren wir uns auf die Haltung in Lagerbeuten, Api-Häuser und auf die Apitherapie. Unsere gesammelten Kenntnisse und Erfahrungen geben wir gerne an andere Bienenhalter weiter. Unsere Mission ist es, zur Ursprünglichkeit der Imkerei zurückzufinden und dabei den natürlichen Lebensrhythmus der Bienen zu respektieren, welcher Millionen von Jahren älter ist als die Existenz des Menschen.

Die beschriebene Lagerbeute mit schmalen, hohen Rähmchen soll das natürliche Umfeld der Bienen möglichst gut nachbilden.

Erfahrungen und Rähmchenmaß

Das Thema Lagerbeute begleitete mich während meiner gesamten Imkereiausbildung in Nasavrky und später als ausgebildeter Imker-Fachlehrer. Seit den ersten Artikeln im Fachmagazin „Včelařství“ sind mehrere Jahre vergangen, und die Nachfrage nach dieser Imkerart wächst ständig. Nach vielen Anfragen und der Weitergabe eigener Erfahrungen sind wir überzeugt, dass das schmale Hochformat-Rähmchenmaß 30 × 43,5 cm, das älter als 100 Jahre ist, eine besonders geeignete Lösung sowohl für Bienen als auch für Imker darstellt. Die ersten Erwähnungen datiert der Autor auf 1875 im Königreich Galizien. Das Rähmchenmaß sei später, 1918 in der Ukraine und 1951 in Polen, offiziell eingeführt worden.

Aufbau der horizontalen Beute

Die Lagerbeute selbst ermöglicht eine horizontale Betriebsweise der Bienenvölker. Dieser Bienenstock ist wie eine „Kiste“ gestaltet, ausgestattet mit einem klappbaren Deckel, Lüftungselementen sowie zwei Flugöffnungen (Fluglöchern). Im Inneren befinden sich verschiedene Trennwände: feste Wände zur Bildung von Ablegern oder zur Begrenzung des Volks, isolierende Seitenwände zum Schutz des Volks, sowie vertikale Absperrgitter, Futtertaschen und 18 bis 24 Hoffmann-Rähmchen im Format 30 × 43,5 cm. Darüber hinaus verfügen die Kisten über eine obere Isolierschicht, ein robustes Abdeckgewebe sowie hölzerne Abstandhalter über den Oberträgern. Der Deckel besitzt integrierte Holzlatten mit Lüftungsöffnungen für eine ideale Luftzirkulation. Der aufklappbare Deckel ist praktisch, da keine zusätzliche Abstellfläche benötigt wird und er zugleich eine Schutzbarriere bei der Kontrolle bildet und verhindert, dass Bienen in den geöffneten Bereich des Stocks eindringen.

Es ist wichtig zu wissen, dass die Lagerbeute auch ohne zusätzliche Honigaufsätze oder Zargen vollwertig betrieben werden kann. Bei manchen Modellen sind Aufsätze möglich, um spezielle Sortenhonige oder spontane Honigtau-Ernten besser zu handhaben.

Honigernte und Entwicklung der Völker

Gelegentlich treffen wir auf Vorurteile wie: „Aus einer Lagerbeute bekommt man keinen Honig“, oder „Bienenhaltung in einer Ležan ist ein Rückschritt“. Diese Vorurteile können wir heute mit Sicherheit widerlegen. Ein altes tschechisches Sprichwort sagt: „Der Stock erzeugt nicht selbst Honig!“ Nach unserer Erfahrung lassen sich auch mit Lagerbeuten gute Honigerträge erzielen. Unsere Praxis besteht vielmehr darin, die Bienen nicht durch vollständiges Ausschleudern unnötig zu stressen, sondern einen natürlichen Honigkranz über dem Brutnest ganzjährig unangetastet zu lassen.

Moderne Herstellungsverfahren und fortschrittliche Materialien tragen heute dazu bei, dass die Ležan-Bienenstöcke noch effektiver werden. Bei richtiger Wahl des Rähmchenmaßes verläuft die Entwicklung der Bienenvölker optimal. Wir versuchen, soweit es die Betriebsweise ermöglicht, ideale Bedingungen für ein natürliches, gesundes und starkes Volk zu schaffen.

Forschungsergebnisse bestätigen, dass Bienen in der Natur meist Bruträume mit einem Volumen von etwa 40 bis 60 Litern bevorzugen, was unserer Kastengröße recht nahekommt. Von großem Interesse sind aktuelle Forschungsprojekte polnischer Imker mit wilden Völkern in Naturbeuten an der tschechisch-polnischen Grenze.

Kontrollen und praktische Handhabung

Die Behandlung von Varroose und Krankheiten gelingt in Lagerbeuten einfacher und direkter, da das Brutnest bei Kontrollen zuverlässiger und schneller erreichbar ist als bei vertikal gebauten Bienenstöcken. Der Kastenaufbau ermöglicht gezielte Maßnahmen in jedem Stadium der Entwicklung eines Volks und macht sowohl eine Ablegerbildung als auch das Einführen neuer Königinnen leichter.

Diese Bienenhaltung ist besonders für ältere Menschen, Frauen und Personen mit körperlichen Einschränkungen attraktiv, aber auch für Kinder und Anfänger optimal geeignet, da eine einfache und schnelle Orientierung in den Völkern gegeben ist.

Die Klimaerwärmung und die zunehmend milden Winterperioden sprechen ebenfalls für den Einsatz von Lagerbeuten. Jeder Imker kann seinen Bienenvölkern somit bequem eine individuelle Fürsorge widmen und zugleich das entspannende Summen der fleißigen Bienen in Ruhe genießen.

Aus dem Magazin „Včelařství“ von Ing. Alexej Bezrukov

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