Der November ist eine Zeit der Ruhe am Bienenstand, aber auch eine Phase wichtiger Arbeiten und der Bilanz der vergangenen Saison. In diesem Artikel werfen wir einen Blick auf die Winterbehandlung, den Schutz der Beuten sowie Pläne für das neue Imkerjahr. Mitte November ist imkerlich eine stille, aber wichtige Zeit. Die Bienen sitzen bereits in der Wintertraube, und ihre Kondition wird vom gesamten Jahresverlauf beeinflusst. Während die vorige Saison für viele Imker außergewöhnlich anspruchsvoll war und erhebliche Verluste brachte, wirkt dieser Herbst hoffnungsvoller.
Der November ist eine Zeit der Ruhe am Bienenstand, aber auch eine Phase wichtiger Arbeiten und der Bilanz der vergangenen Saison. In diesem Artikel werfen wir einen Blick auf die Winterbehandlung, den Schutz der Beuten sowie Pläne für das neue Imkerjahr. Mitte November ist imkerlich eine stille, aber wichtige Zeit. Die Bienen sitzen bereits in der Wintertraube, und ihre Kondition wird vom gesamten Jahresverlauf beeinflusst. Während die vorige Saison für viele Imker außergewöhnlich anspruchsvoll war und erhebliche Verluste brachte, wirkt dieser Herbst hoffnungsvoller. Nach den massiven Verlusten des letzten Jahres hat der Infektionsdruck in der Landschaft nachgelassen – schlicht deshalb, weil den Krankheiten Wirte fehlen. Dieser natürliche Zyklus wiederholt sich in der Imkerei in mehrjährigen Abständen, auch wenn die Schwankungen in den letzten Jahren häufiger geworden sind.
Es ist anzunehmen, dass im nächsten Jahr wieder kleinere Verluste auftreten können, während das darauffolgende Jahr erneut ein Wendepunkt sein könnte. Besonders gefährdet sind vor allem geschwächte Völker, denen Viruskrankheiten oder andere Faktoren die nötige Stärke genommen haben, um die Wintertraube zu halten. Solche Völker brechen oft zwischen Weihnachten und Neujahr zusammen oder im Vorfrühling, wenn sie die Futtervorräte nicht mehr erreichen.
November und Dezember: Ruhe an den Beuten, Arbeit im Hintergrund
Sobald die Völker aufgefüttert und ausgeglichen sind, folgt die abschließende Behandlung gegen die Varroamilbe (Varroa destructor). In dieser Zeit werden Präparate im Rahmen der Herbst-Fumigation oder als Aerosol eingesetzt, ggf. wird im Dezember eine Behandlung mit Oxalsäure durchgeführt. Das muss korrekt terminiert und mit Bedacht angewendet werden.
Oxalsäure-Träufelbehandlung
Diese Methode ist traditionell, muss jedoch vorsichtig angewendet werden. Die Winterbienen-Generation sollte nur einmal behandelt werden – weitere Anwendungen könnten die Bienen schädigen und ihre Lebensdauer verkürzen. Ein übermäßiger Einsatz von Mitteln wie Varromed im Herbst und Winter kann mehr schaden als nützen.
Sublimation (Verdampfung von Oxalsäure)
Ein modernerer und schonenderer Ansatz ist die Sublimation. Ein Sublimator ermöglicht es, Oxalsäure als Dampf direkt über das Flugloch einzubringen, ohne die Beute öffnen zu müssen. Dadurch werden Störungen des Volkes und das Risiko eines Kälteschocks minimiert. Heute gibt es am Markt ausreichend hochwertige Geräte, einschließlich Akkugeräten.
Sicherheitshinweis: Verwenden Sie bei der Sublimation Schutzausrüstung. Empfohlen wird eine Vollgesichtsmaske mit P3-Filter. Gasförmige Oxalsäuredämpfe sind gesundheitsschädlich – sie können die Atemwege und die Nieren schädigen.
Schutz der Beuten vor Nagern: kleine Wintergefahren
In der Zeit, in der sich die Bienen in die Wintertraube zurückziehen, kommen am Stand ungebetene Gäste – Mäuse und Spitzmäuse. Schon ein kleiner Spalt am Flugloch, und der Brutraum kann sich in einen warmen Unterschlupf für Nager verwandeln.
Maus in der Beute
Eine Maus oder Waldmaus bringt oft Nistmaterial mit – Blätter, Moos und auch Wachsstückchen. Sie stört die Bienen ständig und verursacht Stress. Das erste Warnsignal ist meist ein unruhiges Brausen des Volkes und ein typischer Geruch. Auf der Bodeneinlage kann man feinen Abrieb aus angeknabberten Bienenkörpern sehen.
Spitzmaus – ein kleiner Insektenfresser
Die Spitzmaus ist für die Bienen nicht so gefährlich; sie kommt vor allem wegen Nahrung in die Beute. Auf der Bodeneinlage bleiben nach ihr Bienen mit beschädigtem Brustteil zurück – sie frisst nur die Muskulatur, Köpfe und Hinterleiber lässt sie liegen. Wenn Sie sie fangen, setzen Sie sie lieber weit weg von den Beuten wieder aus, statt sie zu töten.
Warmer Herbst und das Risiko erneuter Brut
Die letzten Jahre bringen untypisch warme Herbste, und die Bienen bleiben dadurch länger aktiv als üblich. Selbst im November sieht man Reinigungsflüge und Polleneintrag. Aus züchterischer Sicht ist das jedoch nicht ideal – Wärme kann die Königin zur erneuten Brutaufnahme anregen. Das führt zu höherem Futterverbrauch und zur stärkeren Abnutzung der Bienen vor dem Winter.
Ideal ist, wenn die Völker bis Februar oder März brutfrei bleiben. Besonders bei schnell entwickelnden Linien oder bei der Rasse Buckfast ist größere Vorsicht angebracht – Herbstbrut kann im Winter zur Schwächung führen.
Arbeit in der Werkstatt: Vorbereitung der Ausrüstung für die neue Saison
Die Wintermonate sind die Zeit, in der der Imker die Wartung der Ausrüstung nachholen kann. Während die Bienen überwintern, kann man sich Werkstattarbeiten widmen:
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Wachsschmelzen und -reinigen,
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Reparatur und Desinfektion von Begattungskästchen bzw. Miniplus,
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Herstellung oder Erneuerung von Rähmchen,
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Kontrolle und Reparatur von Böden und Gittern.
Die Frage, ob man alte Rähmchen reinigen oder neue herstellen soll, ist ein Dauerthema. Zwar kann man alte Rähmchen abkratzen und wiederverwenden, oft lohnt sich jedoch der Austausch. Neues Material bedeutet ein geringeres Infektionsrisiko und in vielen Fällen auch Zeitersparnis.
Saisonbilanz: ein anspruchsvolles Jahr in der Königinnenzucht und Honigproduktion
Die vergangene Saison hat die Geduld vieler Imker auf die Probe gestellt. Aus Sicht der Königinnenzucht war es eines der schlechtesten Jahre der letzten zehn Jahre – die Misserfolgsquote bei Begattungsflügen lag bei bis zu 80 %. Wetter und Parasitendruck erschwerten diese Arbeit erheblich.
Ähnlich war auch die Honigtracht begrenzt. Viele Imker ließen daher den Großteil der Vorräte in den Beuten und schleuderten nur das Nötigste. Ziel war es, die Gesundheit und Stärke der Völker für den Winter zu sichern – was sich als vernünftiger Schritt erwies.
Winterliche Weiterbildung und Inspiration
Die Winterzeit bietet eine ideale Gelegenheit, Wissen zu vertiefen. Vorträge, Seminare, Fachpublikationen und Treffen mit anderen Imkern helfen, sich auf die nächste Saison vorzubereiten. Die Imkerei entwickelt sich ständig weiter – von neuen Technologien bis hin zu modernen Ansätzen in Zucht und Behandlung.
Sobald die Weihnachtszeit vorbei ist, verspürt so mancher Imker wieder das Verlangen, den Duft der Beute zu riechen und den ersten Frühjahrs-Reinigungsflug zu hören. Und genau dann zeigt sich, dass ruhige und durchdachte Wintervorbereitungen der Schlüssel zum Erfolg waren.
Inspiriert von einem Video von Tomáš Märze


























































































































































