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Behandschuhte Hand gießt Zuckerlösung aus einer Flasche in einen mit Stroh gefüllten Futterbehälter in einer Holzbeute

Ableger bestehen in der Regel aus fünf Rähmchen. Bei der Pflege und Behandlung sind das kleinere Beutenvolumen und die Volksstärke zu berücksichtigen. Die Fütterung ist ein entscheidender Faktor für die richtige Entwicklung des Ablegers. Ideal ist ein Zucker-Wasser-Gemisch im Verhältnis 1:1. Die Königin hat ausreichend Platz zur Eiablage und das Volk kann sich stabil entwickeln. Gut gefütterte Ableger sind zur Überwinterung nicht für den Weiterverkauf gedacht – sie gehören in die nächste Zuchtsaison.

Fütterung von Ablegern – praktische Tipps

Im Juli wird in wöchentlichen Intervallen gefüttert; empfohlen wird ein Verbrauch von etwa zwei Kilogramm Zucker pro Woche. Die letzte Fütterung im August sollte mit einer kräftigeren Lösung im Verhältnis 3:2 erfolgen und bei Bedarf noch mit Invertfutter ergänzt werden. Ziel ist, dass die Flachzarge vollständig aufgefüttert ist und im Brutraum ein ausreichender Futterkranz angelegt wird.

Behandlung von Ablegern – Praxis und Empfehlungen

Für die Varroabehandlung muss ein für das jeweilige Volk geeignetes Präparat gewählt werden. Die Vorgaben zu Mindestvolksstärke, Brutstatus, Temperatur und Dosierung in der aktuellen Packungsbeilage sind verbindlich; eine pauschale Anpassung allein anhand der Rähmchenzahl ist nicht ausreichend.

Bereits verwendete Apivar-Streifen dürfen nicht erneut eingesetzt werden. Auch eine pauschale Reduzierung auf einen Streifen ist keine allgemeine Regel für alle Präparate.

Behandlungsabstände und die Stellung des Bodenschiebers richten sich nach dem verwendeten Präparat. Ein allgemeiner Wiederholungsabstand von sieben bis vierzehn Tagen und ein grundsätzlich offener Gitterboden lassen sich nicht auf alle Säurebehandlungen übertragen.

Königinnenisolation in Ablegern

Bei später gebildeten Ablegern ist die rechtzeitige Isolation (Käfigen) der Königin besonders wichtig – vor allem zur Förderung der Aufzucht langlebiger Winterbienen. Die Königinnen werden meist Ende September in Clips/Isolatoren gesetzt; das Freilassen erfolgt anschließend im Oktober. Die Dauer hängt von der Stärke des Ablegers und dem Verlauf des Herbstes ab; maximal bleiben Königinnen ein bis zwei Monate getrennt.

Erfahrungen zeigen, dass eine zu lange Isolation die Ableger schwächen kann – insbesondere im Hinblick auf Futterverbrauch und Volksstärke im zeitigen Frühjahr.

Zusammenhang zwischen Gesundheitsmaßnahmen, Gitterboden und Umweltbedingungen im Ableger

Ein wichtiger Faktor für die gesunde Entwicklung von Ablegern ist das Lüftungsregime: Offene Gitterböden wirken sich häufig positiv aus und gehen mit einem geringeren Auftreten von Erkrankungen wie Nosemose oder Virusinfektionen einher. Offene Böden werden vor allem von August bis September belassen; in dieser Zeit profitieren die Völker zudem vom stärkeren Kontakt zur Umgebung, was sich laut Ergebnissen aus der Frühjahrsanalyse bestätigt.

Generationsplanung im Ableger

Für eine erfolgreiche Überwinterung ist es ideal, wenn sich im Juli, August und September mindestens vier Bienengenerationen abwechseln. Das sorgt dafür, dass der Ableger im Vorfrühling ausreichend stark ist und gut in die anspruchsvolle Phase des zeitigen Frühjahrs starten kann.

Inspiriert von den Ratschlägen von Herrn Sedláček.

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