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Honigbiene auf einer hellgelben Wabe mit regelmäßig angeordneten offenen Zellen

Viele erfahrene Imker im In- und Ausland betonen immer wieder, wie entscheidend es ist, dem eigenen Wachs besondere Aufmerksamkeit zu schenken, vor allem bei der Herstellung von Mittelwänden. Die sicherste Lösung bleibt die Verarbeitung des eigenen Wachses. Unser Motto: Wachs ist unser "imkerliches Gold", und genauso sorgsam sollten wir damit umgehen! Jede Eigenproduktion bringt zahlreiche Herausforderungen mit sich – auch das selbstständige Herstellen von Mittelwänden macht da keine Ausnahme. Hier möchte ich unsere Anfänge mit euch teilen; von den ersten Überlegungen und Vorbereitungen bis hin zur eigentlichen Herstellung und Feinabstimmung des Prozesses. Unsere Erfahrung kann sicherlich denen nützlich sein, die bereits über eigene Herstellung nachdenken, aber auch andere Imker inspirieren, diesen Schritt selbst auszuprobieren.

Wie alles begann

Wir haben uns lange Zeit intensiv damit beschäftigt, Mittelwände aus eigenem Wachs selbst herzustellen. Zwar lässt sich mit einem Hersteller vereinbaren, Wachs ohne Fremdanteil zu verarbeiten, jedoch sind hierfür meist große Mengen von etwa 150 kg pro Produktion nötig – für uns nicht realistisch. Kleinere Produktionsmengen ermöglichen keine Sicherheit bezüglich der Reinheit unseres Wachses. Walzen für den Privatgebrauch waren überlegenswert, aber deren hoher Preis sowie erhebliche Anforderungen an Platz und Ausrüstung schreckten uns ab. Halbautomatische Tischgeräte waren ebenfalls attraktiv, kosten aber immer noch mehrere Tausend Euro.

Letzte Option war schließlich das Gießen der Mittelwände mit einer Mittelwand-Presse. Auf dem Markt werden diverse Pressen angeboten. Schließlich entschieden wir uns für das Modell unseres Kollegen Štěpán mit Wasserkühlung, das verschieden große Zellenformate (5,1 bis 5,9 mm) bietet und zudem Silikonformen zum Guss von Weiselzellen bereithält.

Es gibt zahlreiche Hersteller auf dem Markt – einige produzieren Pressen mit Metallmatrizen, andere Pressen werden wiederum mit Luft über einen Ventilator gekühlt. Am häufigsten finden sich wassergekühlte Mittelwandpressen. Wert wird hier auf die Nutzung eines geschlossenen Wasserkreislaufes gelegt, um kein Trinkwasser zu verschwenden. Nutzen Sie möglichst destilliertes Wasser, um Kalkbildung zu vermeiden und Chlor-Schäden am Gerät zu verhindern.

Gießen der Mittelwände – der Ablauf

Vor dem Mittelwandgießen schließen Sie Schläuche an Presse und Pumpe an, legen notwendiges Zubehör griffbereit auf die Arbeitsplatte und schalten die Kochplatte ein. Erhitzen Sie das Wachs in einem Topf, dessen Temperatur exakt mit einem fest installierten Thermometer überwacht wird.

Verwenden Sie bei älteren Modellen der Presse, wie jenem von Štěpán, zur Vorbereitung jeweils etwas warmes Wasser mit einem milden Spülmittel und bepinseln Sie damit das Scharnier des Gerätes, um ein Anhaften des Wachses zu verhindern. Sobald das Wachs die Wunschtemperatur hat, beginnen Sie damit, den Pressvorgang einzuleiten. Öffnen Sie die Presse, verteilen Sie das flüssige Wachs gleichmäßig, schließen die Presse und drücken diese sanft herunter. Nach einer Minute entnehmen Sie vorsichtig die fertige Mittelwand, legen sie beiseite und wiederholen den Vorgang mit der nächsten Wachsportion.

Nun bringen Sie jede frisch gegossene Mittelwand mithilfe eines Messers oder Schneidrollers und einer passenden Schneideschablone in Form. Dadurch passen die Mittelwände später exakt in die Rähmchen. Für ein besseres Handling beim Zuschneiden können Sie ebenfalls etwas mildes Spülmittelwasser verwenden.

In Notfällen oder bei akutem Bedarf können Sie die Presse ebenso gut im Sommer nutzen, um frisch gewonnenes Wachs schnell zu verarbeiten. Die Vorbereitungen sind rasch getroffen, das Wachs benötigt je nach Temperatur etwa 15 bis 25 Minuten, um vollständig zu schmelzen.

Kostenkalkulation für die benötigte Ausrüstung

Die folgenden Orientierungswerte stammen aus dem ursprünglichen Erfahrungsbericht und sind keine aktuelle Preisliste. Die dort genannte mögliche Förderung hängt von den jeweils geltenden Bedingungen ab:

  • Mittelwandpresse ca. 800–1200 €, im ursprünglichen Förderbeispiel 80–120 € Eigenanteil

  • 2 gewebeverstärkte Schläuche (1,5 m) – ca. 14 €

  • Wassertank 50 Liter – ca. 20 €

  • Aquarienpumpe (ca. 550 l/h) – ca. 14 €

  • Induktionskochplatte – ca. 80 €

  • Edelstahltopf 11 Liter – ca. 120 €

  • Kleiner Edelstahltopf 0,5 Liter – ca. 20 €

  • Rollmesser – ca. 8 €

  • Stoppuhr zur Zeitmessung – ca. 8 €

  • Schneide-Unterlage und Schablone – ca. 4 €

Gießtemperatur und thermische Desinfektion

Im beschriebenen Verfahren haben sich Gießtemperaturen von etwa 82–85 °C bewährt. Gießen und thermische Desinfektion sind unterschiedliche Arbeitsschritte. Die zertifizierte Methodik „Vosk nad zlato“ des VÚVč Dol beschreibt zur Desinfektion 120 °C für eine Stunde. Dafür sind geeignete, temperaturgeregelte Geräte und ein kontrollierter Ablauf erforderlich; gewöhnliches Einschmelzen im Wasserbad genügt nicht. Bei Verdacht auf Amerikanische Faulbrut ist das weitere Vorgehen mit der zuständigen Veterinärbehörde abzustimmen.

Wachs gewinnen und lagern

Je nach Art der Gewinnung erhalten Sie unterschiedlich gefärbtes Wachs. Sonnenschmelzer liefern ein schönes, helles Gelb, sind aber weniger ergiebig als das Ausschmelzen oder die Wachspresse. Verwenden Sie stets weiches Wasser für das Wachsschmelzen.

Optimale Lagerbedingungen der Mittelwände

Lagern Sie Mittelwände bei Zimmertemperatur sauber gestapelt, vorzugsweise verpackt nach Qualität. So ermitteln wir in der Saison, welche Stärke und Qualität von den Bienen am besten angenommen wird.

Methodik zur Wachsverarbeitung: Vosk nad zlato, VÚVč Dol.

Nach einem Artikel in der Zeitschrift "Imkerpraxis" von Jindřich Meduna - Choceň, übersetzt und bearbeitet.

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