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Imker in gelber Schutzkleidung hält eine mit Bienen besetzte Wabe über einer geöffneten Beute

Beim Kauf von Königinnen, Ablegern oder Bienenvölkern sollte der Gesundheitszustand geklärt und auf geeignete Nachweise zur Amerikanischen Faulbrut geachtet werden.

Gesundheitsnachweise beim Kauf und Verbringen

Welche Untersuchungen und Bescheinigungen erforderlich sind, hängt von den am Herkunfts- und Zielort geltenden Vorschriften ab. Für Deutschland regelt § 5 der Bienenseuchen-Verordnung die amtstierärztliche Bescheinigung beim Verbringen von Bienenvölkern; mögliche Ausnahmen sind mit der zuständigen Behörde zu klären.

Der ursprüngliche Beitrag verweist auf erhöhte Völkerverluste in seinem Erscheinungsjahr und einen entsprechend größeren Bedarf an Ablegern. Lassen Sie sich beim Kauf nicht allein vom Preis leiten. In die Herstellung eines Ablegers fließen unter anderem Transportkarton, Beutenmaterial, Wachs, Mittelwände, Bienen, Königin und Arbeitszeit ein.

Platzbedarf und Mittelwände

Wenn Bienen im Beutenboden hängen, sollte geprüft werden, ob das Volk mehr Raum benötigt. Enge und Überhitzung können die Schwarmstimmung fördern. Erweitern Sie rechtzeitig entsprechend der Volksentwicklung.

Beim sogenannten „Zebrieren“ wechseln sich Brutwaben und neu eingesetzte Mittelwände ab. Der Autor hält diese Unterbrechung des Brutnestes besonders bei wechselhaften Außentemperaturen für ungünstig, weil sie den Wärmehaushalt der Brut stören kann. Dass ein Volk solche Eingriffe übersteht und trotzdem Honig einträgt, bedeutet nicht, dass sie folgenlos bleiben.

Nach den Erfahrungen des Autors kann ein Volk während der Saison etwa zehn Mittelwände im Rähmchenmaß 39 × 24 cm und bei niedrigeren Rähmchen etwa 15–20 Mittelwände ausbauen. Der regelmäßige Austausch alter Waben fördert die Wachsgewinnung und die Wabenhygiene.

Erweiterung bei 39 × 24 cm

Im beschriebenen Betrieb mit dem Adamec-Maß 39 × 24 cm wird auf zwei Zargen überwintert. Sind Bienen an den unteren Rähmchenleisten der unteren Zarge zu sehen, ist dies für den Autor ein Zeichen, dass diese Zarge besetzt ist und eine weitere benötigt wird.

  1. Die untere Zarge kontrollieren, verschimmelte Waben entfernen und durch Mittelwände ersetzen, vorzugsweise in der Mitte der Zarge.

  2. Die Hälfte der Waben aus der zweiten in die dritte Zarge umhängen. Die Brut bleibt mittig über der Brut angeordnet. Mittelwände kommen an den Rand des Brutbereichs, der übrige Platz wird mit Leerwaben gefüllt.

  3. Ein Absperrgitter zwischen der zweiten und dritten Zarge einsetzen. Die Königin muss zunächst nicht gesucht werden. Nach einer Woche wird die dritte Zarge kurz auf Eier und jüngste Larven kontrolliert. Sind sie vorhanden, wird die Königin dort gesucht und unter das Gitter gesetzt.

Bei guter Entwicklung erreicht das Volk in diesem Betrieb Ende April oder spätestens Anfang Mai vier Zargen. Der genaue Zeitpunkt hängt vom Standort ab. Starke Völker können bei Platzmangel bereits Ende April in Schwarmstimmung geraten.

Erweiterung bei 2/3 Langstroth

In der beschriebenen Betriebsweise wird auf vier niedrigen Zargen überwintert. Mitte März wird die unterste Zarge mit den ältesten Waben entfernt, sodass drei Zargen verbleiben. Je nach Witterung wird Ende März oder Anfang April die vierte Zarge aufgesetzt, sobald sich das Volk entwickelt und Bienen an den unteren Rähmchenleisten der unteren Zarge sichtbar sind.

Die Hälfte der Waben aus der dritten wird in die vierte Zarge umgehängt. Dabei entsteht ein mittiger Brutraumturm: Brut steht über Brut, Mittelwände werden seitlich angeordnet und der übrige Raum mit Vorratswaben ergänzt. Im späteren Aufbau sind vier Zargen für das Volk und zwei Honigraumzargen für die Ernte vorgesehen.

Etwa Mitte April folgt bei entsprechender Volksstärke die fünfte Zarge. Zur schnelleren Besiedlung werden zwei bis vier Brut- oder Honigwaben aus der vierten Zarge in die Mitte der neuen obersten Zarge gesetzt. Die übrigen Plätze erhalten Leerwaben aus dem Vorjahr oder Mittelwände. Entsprechend wird Ende April oder Anfang Mai, abhängig von Volksstärke und Witterung, die sechste Zarge ergänzt.

Nach der Erfahrung des Autors wird der Brutbereich während des Nektareintrags auf die unteren fünf Zargen begrenzt, sodass er häufig ohne Absperrgitter arbeitet. Ein Gitter verwendet er in dieser Betriebsweise nur für die Königinnenzucht.

Sonnenwachsschmelzer vorbereiten und nutzen

Mit zunehmender Sonneneinstrahlung können Sonnenwachsschmelzer wieder genutzt werden. Nach Einschätzung des Autors können gute Geräte bei einem Bestand von zehn bis fünfzehn Völkern andere Schmelzgeräte ersetzen. Zwei leistungsfähige Sonnenwachsschmelzer sparen in seinem Betrieb Zeit, Arbeit und Kosten.

Verarbeitet werden alte oder verschimmelte Waben aus der Frühjahrskontrolle sowie ausgeschnittene Drohnenbrut. Vor dem Einschmelzen lässt sich an der weißen Brut auf rotbraune Varroamilben achten.

Mit der Königinnenzucht beginnen

Sollen um den 10. Mai die ersten Ableger mit schlupfreifen Weiselzellen gebildet werden, beginnen die Vorbereitungen in der beschriebenen Betriebsweise bereits Mitte April zur Blüte der ersten Kirschen. Die Drohnenwaben wurden dabei schon vor der Fütterung im Vorjahr oder bei der ersten Frühjahrskontrolle unter das Brutnest gesetzt; im hier beschriebenen Frühjahrsaufbau liegen sie in der untersten Zarge.

Varroakontrolle im April

Eine Behandlung richtet sich nach dem Befall, dem Brutstatus und der Gebrauchsinformation des konkret zugelassenen Tierarzneimittels. Die im Ausgangstext genannten Mittel und Wirkstoffe – VarroMed, Formidol, Ameisensäure und Oxalsäure – sind keine pauschale Empfehlung für eine Anwendung im April. Ihre Einsatzbedingungen und ihre Wirkung bei vorhandener Brut unterscheiden sich.

Bei VarroMed ist die Anwendung während der Tracht ausgeschlossen; es soll auch nicht bei aufgesetzten Honigräumen angewendet werden. Maßgeblich sind die aktuelle Produktinformation und die am Standort geltende Zulassung. Der Schutz des später geernteten Honigs muss bei jeder Behandlungsplanung berücksichtigt werden.

Die Frühjahrstracht nutzen

Die Völker sollen bei günstigem Wetter ausreichend Nektar für den eigenen Bedarf und für die Honigernte sammeln können. Dafür benötigen sie genügend Raum. Im beschriebenen Trachtgebiet fällt die stärkste Nektarproduktion gewöhnlich in die Zeit von der zweiten Aprilhälfte bis Ende Mai; an anderen Standorten kann sich dieser Zeitraum verschieben.

Nach einem Beitrag von Pavel Konečný in der Bienenzeitung.

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