Die herbstliche Kontrolle des Befalls mit der Varroamilbe (Varroa destructor) gehört zu den wichtigsten Maßnahmen jedes verantwortungsbewussten Imkers. Diese winzige Milbe ist einer der gefährlichsten Gegner der Honigbienen – sie schwächt ihr Immunsystem, überträgt gefährliche Viren und kann innerhalb nur einer Saison zum Verlust eines ganzen Bienenvolkes führen. Eine richtig terminierte Befallsdiagnose und die anschließende gezielte Regulierung sind daher keine bloße Routine, sondern eine entscheidende Maßnahme, die Ihre Bienen retten kann.
Die herbstliche Kontrolle des Befalls mit der Varroamilbe (Varroa destructor) gehört zu den wichtigsten Maßnahmen jedes verantwortungsbewussten Imkers. Diese winzige Milbe ist einer der gefährlichsten Gegner der Honigbienen – sie schwächt ihr Immunsystem, überträgt gefährliche Viren und kann innerhalb nur einer Saison zum Verlust eines ganzen Bienenvolkes führen. Eine richtig terminierte Befallsdiagnose und die anschließende gezielte Regulierung sind daher keine bloße Routine, sondern eine entscheidende Maßnahme, die Ihre Bienen retten kann.
Warum die Varroa-Kontrolle im Herbst so wichtig ist
Spätsommer und Herbst sind entscheidend für die Zukunft Ihres Bienenvolkes. In dieser Zeit schlüpfen die sogenannten Winterbienen – Arbeiterinnen, die die kalten Monate überstehen und im Frühjahr den neuen Zyklus im Stock in Gang setzen müssen. Sind diese Bienen bereits von Geburt an durch die Milbe oder durch Viren geschwächt, überlebt das Volk bis zum Frühjahr oft nicht. Durch die regelmäßige Kontrolle des Milbenfalls erkennen Sie erhöhte Befallswerte rechtzeitig und können eine wirksame Behandlung planen.
Wann und wie oft den Milbenfall kontrollieren
Empfohlen wird eine Kontrolle mindestens dreimal, idealerweise viermal pro Jahr:
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Im Frühjahr – zur Einschätzung der Varroapopulation nach der Überwinterung.
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Vor und nach der Sommerbehandlung – zur Überprüfung der Wirksamkeit der Maßnahme und zur Bewertung des Befallsniveaus.
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Im Herbst (September–November) – als Entscheidungshilfe für eine mögliche Winterbehandlung bei brutfreien Völkern.
Gerade die Herbstkontrolle zählt zu den wichtigsten: Sie zeigt, ob vor dem Winter noch eingegriffen werden muss oder ob die Situation stabil ist. Die gewonnenen Daten helfen, Behandlungen zu optimieren und unnötigen Medikamenteneinsatz dort zu vermeiden, wo er nicht erforderlich ist.
Methoden zur Überwachung des Varroa-Falls
Zur Bestimmung des Varroabefalls gibt es mehrere Verfahren. Jedes hat Vor- und Nachteile – sinnvoll ist daher eine Methode, die zu Ihren Möglichkeiten und Erfahrungen passt. Nachfolgend ein Überblick über die gängigsten Vorgehensweisen.
1. Natürlicher Milbenfall auf einer Klebeeinlage
Eine einfache Methode mit einer Kunststoff- oder Papiereinlage, die mit Fett oder einem klebrigen Film bestrichen und unter dem Brutraum eingeschoben wird. Nach 2–3 Tagen werden die auf der Klebeschicht gefangenen Milben gezählt. Die gefundene Anzahl wird durch die Zahl der Beobachtungstage geteilt – so erhalten Sie den durchschnittlichen Milbenfall pro 24 Stunden. Auch wenn dieses Verfahren nicht zu den genauesten gehört, liefert ein regelmäßiges Monitoring über die Saison hinweg wertvolle Hinweise zur Entwicklung der Milbenpopulation.
2. Puderzucker-Methode
Als Alternative zum Alkoholwaschtest kann eine Probe Bienen mit Puderzucker bestäubt werden. Der Zucker löst die Milben von den Bienen; nach dem Schütteln fallen sie durch ein Gitter bzw. Sieb, wo sie gezählt werden können. Vorteil: Die Bienen bleiben am Leben und können ins Volk zurückgegeben werden. Die Genauigkeit ist jedoch etwas geringer, und das Ergebnis kann durch Luftfeuchtigkeit oder Temperatur beeinflusst werden.
3. Anwendung von CO₂-Gas
Eine vergleichsweise neue Methode ist die Anwendung von Kohlendioxid, das die Bienen kurzzeitig betäubt. Durch mechanisches Schütteln lösen sich die Milben aus der Probe und fallen in den Auffangbereich des Behälters. Das Verfahren gilt als bienenschonend, auch wenn es zu geringen Verlusten kommen kann. Studien zufolge erreicht es eine ähnliche Genauigkeit wie der Alkoholwaschtest.
Wie die Ergebnisse richtig bewertet werden
Eine verlässliche Einschätzung der Milbenzahl ist der Schlüssel zur wirksamen Kontrolle der Varroose. Liegt der Durchschnitt bei mehr als 5 Milben pro 100 Bienen, empfiehlt sich eine sofortige Behandlung. Niedrigere Werte können weiter beobachtet werden; dennoch ist eine vorbeugende Maßnahme ratsam, wenn in der Umgebung ein erhöhtes Ausbreitungsrisiko besteht.
Die Kontrolle sollte bei mehreren Völkern eines Standes erfolgen – idealerweise bei mindestens 25 % der Beuten oder bei allen Völkern, wenn Sie weniger als zehn haben. Proben sollten sowohl aus der Standmitte als auch von Randvölkern entnommen werden, um Unterschiede im Befallsdruck zu erfassen.
Regelmäßige Kontrolle lohnt sich immer
Auch wenn die Befallsdiagnose Zeit kostet, sind die Ergebnisse von großer Bedeutung. Regelmäßiges Monitoring hilft:
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eine massive Ausbreitung der Varroose zu verhindern,
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Kosten durch Völkerverluste und geringere Honigleistung zu vermeiden,
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einen stabilen Gesundheitszustand am Bienenstand zu erhalten,
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übermäßigen Einsatz von Arzneimitteln zu vermeiden,
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starke, gesunde Völker für das Frühjahr zu sichern.
Die herbstliche Überwachung des Varroa-Falls sollte zur Selbstverständlichkeit jedes Imkers gehören. Die gewonnenen Informationen zeigen, ob und wann eingegriffen werden muss – und erhöhen so die Chancen auf eine erfolgreiche Überwinterung Ihrer Völker. Imkern ohne regelmäßige Milbenkontrolle ist eine Wette auf gut Glück – und wie Praxis und Forschung bestätigen, sind Prävention und Monitoring die Grundlage für einen langfristig erfolgreichen Bienenstand.
Quelle: inspiriert von Fachmaterialien zur Befallsdiagnose und Kontrolle der Varroamilbe – Varroose.


























































































































































