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Der tschechische Verbraucherverband dTest untersuchte 2012 insgesamt 17 Honige aus dem Einzelhandel. Der damalige Test berichtete über Sirupzusätze, Farbstoffe und Pestizidrückstände in einzelnen Proben. Die Ergebnisse beziehen sich auf die damals untersuchten Produkte und Chargen und beschreiben nicht das heutige Supermarktangebot.

Was sollte Honig sein?

Honig ist ein Naturprodukt. Der Zusatz von Sirupen oder Farbstoffen verändert das Produkt und ist mit der Bezeichnung als reiner Honig nicht vereinbar. Eine solche Streckung vergrößert die Verkaufsmenge auf Kosten der Verbraucher.

Sirupzusätze und Farbstoffe im damaligen Test

Nach der Veröffentlichung von dTest wurden vier Proben als mit preisgünstigen Sirupen verfälscht bewertet. Besprochen wurden unter anderem Sirupe aus Mais, Zuckerrohr und Getreide. Zwei der beanstandeten Proben enthielten zusätzlich den Farbstoff Ammoniumsulfit-Zuckerkulör (E 150d).

Die im ursprünglichen Artikel genannten Preise von etwa 100 bis 240 tschechischen Kronen sind historische Preisbeispiele. Ein höherer Preis bot in diesem Test keine verlässliche Gewähr für die Echtheit.

Wie schnitten Bio-Honige ab?

In zwei der drei untersuchten Bio-Honige berichtete dTest über Rückstände von Acetamiprid; in einer dieser Proben wurde zusätzlich Thiacloprid genannt. Die Kritik bezog sich auf die Anforderungen an die ökologische Erzeugung. Aus dem bloßen Nachweis folgt ohne Angabe von Konzentration und Exposition keine Aussage über eine konkrete Gesundheitsgefahr beim Verzehr.

Die damalige Bewertung der Bio-Proben wurde von betroffenen Herstellern kritisiert. Auch der Bericht des tschechischen Landwirtschaftsministeriums vom Mai 2012 weist auf diese Einwände hin. Die pauschale Vorstellung, jede einzelne Blüte im Flugradius müsse nachweislich „chemiefrei“ sein, beschreibt die Anforderungen nicht sachgerecht.

Erwärmung, Kristallisation und Kaufentscheidung

Starkes oder langes Erhitzen kann die Honigqualität beeinträchtigen. Die Kristallisation selbst ist dagegen ein natürlicher Vorgang; sie beweist weder eine besondere gesundheitliche Wirkung noch allein die Echtheit des Honigs.

Beim Kauf sind nachvollziehbare Herkunft, transparente Verarbeitung und überprüfbare Qualitätsangaben hilfreich. Der direkte Kontakt zu einem Imker kann Einblick in die Erzeugung geben, ersetzt aber keine Qualitätskontrolle.

Historische Einordnung: dTest-Pressemitteilung vom Mai 2012 und Bericht des tschechischen Landwirtschaftsministeriums zum Test.

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