Eine hochwertige Königin, ein gesundes Bienenvolk und eine fachgerechte Pflege sind wichtige Voraussetzungen für gute Ergebnisse.
In jedem Bienenvolk muss immer eine Königin vorhanden sein, die als Steuerzentrum für das Volk fungiert. Ihre Eiablage und ihre Pheromone prägen die Entwicklung des Volkes. Das Buch "Imkerei" (Vladimír Veselý und Kollegen) gibt an, dass die Größe der Königin zwischen 20 und 25 mm liegt und sie ein Gewicht von 180 bis 260 mg hat. Innerhalb von 24 Stunden ist sie in der Lage, maximal 1500 Eier zu legen.
Entwicklung der Königinnenzucht in Böhmen
In früheren Zeiten wurden die Königinnen hauptsächlich durch Schwärme, Schwarmzellen und stille Umweiselungen gezüchtet. In Böhmen überwogen die Königinnen der deutschen schwarzen Biene, während im Osten die italienischen und balkanesischen Bienen vorherrschten. Der Import von Bienen führte dazu, dass sich diese Linien unkontrolliert kreuzten, was negative Auswirkungen hatte. Dies führte vor allem zu geringen Honigerträgen, Aggressivität und schwer kontrollierbarer Schwarmneigung. Laut historischen Aufzeichnungen überschritt der durchschnittliche Honigertrag noch in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts nicht 20 kg pro Volk. Zusätzlich wurde jedoch die Krainer Biene importiert, die den Imkern in Österreich als "Sklenár 47" bekannt war. Mit dieser Biene waren bereits damals weitaus bessere Ergebnisse erzielbar.
Im Laufe der Zeit wurden weitere Vergleichsversuche durchgeführt, bei denen der anerkannte Experte Ing. Vladimír Veselý und sein Team anwesend waren. Der Bericht hebt die guten Ergebnisse der Krainer Biene in diesen Versuchen hervor. In den 1970er Jahren wurde ein Programm zur starken Kreuzung der heimischen Bienen mit Krainer Bienen ins Leben gerufen. Auch diese Anfänge waren kein Zuckerschlecken und viele Imker kritisierten das Programm scharf mit den Worten: „Warum zwingt uns dieser Forscher dazu?“
Bei Krainer Bienen ist die Frühjahrsentwicklung relativ schnell und durch ihren langen Rüssel nutzen sie das gesamte Trachtangebot besser aus. Für tschechische Imker werden Krainer Bienenköniginnen mit Hilfe vieler Zuchten vermehrt. Diese Zuchtbetriebe beziehen instrumentell besamte Königinnen vom Forschungsinstitut und von Besamungsstellen.
Zuchtbetriebe und Leistungsprüfung
Im Jahr 2006 gab es in unserem Land 75 Zuchten, die insgesamt 32.490 einheimische Königinnen produzierten. Es ist nicht bekannt, wie viele Königinnen auch von den Imkern gezüchtet wurden, die besamte Königinnen übernahmen. Eine konkrete Auflistung aller, die diese Königinnen züchten, findet sich in der Beilage der Zeitschrift "Imkerei", Ausgabe 5/2007.
Für jede besamte Königin wird eine Zuchtkarte geführt, und die Züchter bewerten jährlich die Königinnen zusammen mit den Töchtern von ihren Bienenständen.
Zur Kontrolle der Reinheit des Zuchtmaterials entwickelte das Forschungsinstitut eine ausgezeichnete Methode, die als morphometrische Analyse bezeichnet wird.
Fehler der Imker
Der Originalbeitrag warnt davor, bei einem an Nosemose erkrankten Volk allein die Königin auszutauschen. Er nennt die Wabenerneuerung als wichtige Maßnahme und verweist auf damalige Anwendungen von Ameisensäure beziehungsweise Formidol. Eine Behandlung richtet sich nach Diagnose und geltender Gebrauchsinformation.
Zu weiteren Fehlern gehören beispielsweise das Greifen der Königin am Hinterleib, was leicht zu einer Beschädigung der Eierstöcke führen kann. Die Herkunft aus einem Zuchtbetrieb ist keine pauschale Garantie für Seuchenfreiheit. Beim Bezug von Bienen ist auch der Gesundheitszustand der Herkunftsvölker zu berücksichtigen.


























































































































































