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Kalender – Februar 26

Bauernregel für Februar: Zu Mariä Lichtmess eine Stunde mehr (2. 2.). Anfang Februar ist der Tag bereits mehr als eine Stunde länger als zu Weihnachten. Der Winter steht oft auf seinem Höhepunkt, doch das Licht nimmt spürbar zu. Gegen Ende des Monats kommt es häufig zu einer ersten leichten Erwärmung, die – bei passenden Bedingungen – vorsichtige Eingriffe in die Bienenvölker ermöglicht.

Eingriffe im Bienenvolk und Arbeiten am Bienenstand

Im Februar kontrollieren wir den Bienenstand weiterhin regelmäßig wie im Januar – besonders nach Schneefall. Verschneite Fluglöcher und Beutenöffnungen werden rechtzeitig gereinigt, damit der Schnee nicht zu Eis gefriert und frische, trockene Luft in die Beute gelangen kann.

Sobald warme, sonnige Tage auftreten, beobachten wir die Reinigungsflüge. Wer eine Stockwaage nutzt, kann während der Flüge Gewichtsveränderungen sowie den sich allmählich beschleunigenden Futterverbrauch feststellen. Vor dem Reinigungsflug sollte der Bereich vor den Beuten möglichst schneefrei sein – Bienen, die im Schnee landen, können auskühlen und nicht mehr in die Beute zurückkehren.

Je nach Stärke des Reinigungsfluges (sofern wir ihn beobachten konnten) planen wir eventuelle Maßnahmen. Eingriffe erfolgen erst nach den Flügen und ausschließlich bei geeigneten Witterungsbedingungen.

Einengen (Schieden) Ende Februar

Gegen Ende Februar können wir – sofern das Wetter es zulässt – schwächere Völker einengen. Durch die Verkleinerung des Brutraums verbessert sich der Wärmehaushalt des Volkes, was das Risiko der Entwicklung von Nosemose mindern kann. Bei Bedarf kann auch die Beutendecke zusätzlich isoliert werden.

Das Einengen erfolgt mithilfe eines wärmegedämmten Schieds (Blinow-Schied), idealerweise mit einer Öffnung von etwa 30 mm, die den Bienen den Übergang zwischen gedämmtem und ungedämmtem Bereich ermöglicht.

Ein Blinow-Schied kann aus einem mit Polystyrol gefüllten Rähmchen hergestellt werden. Zum Schutz vor Benagen wird die Dämmung häufig mit Hartfaserplatte abgedeckt, die die Seitenteile um etwa 2 mm überlappt und so Wärmeverluste reduziert. In die Platte wird eine Öffnung (z. B. 32 mm) gebohrt und ein Polyethylenröhrchen eingesetzt. Bei hochwertigem Polystyrol kann die Hartfaserplatte entfallen oder durch Aluminiumfolie ersetzt werden.

Ziel des Einengens ist es, den von den Bienen besetzten Raum so zu verkleinern, dass keine unbesetzten Wabengassen verbleiben. Im eingeengten Bereich müssen verbleiben:

  • eine Wabe mit Pollen (meist Randwabe),

  • ausreichend Platz für die Eiablage der Königin,

  • ein Teil der Futtervorräte.

Überschüssige Futterwaben werden außerhalb des besetzten Bereichs positioniert. Beim Einengen können zwei Schiede verwendet und daneben Futterwaben außerhalb der Wintertraube platziert werden. Die Zelldeckel dieser Waben werden leicht angeritzt, damit die Bienen das Futter leichter aufnehmen können. Das Einengen betrifft häufig vor allem Ableger.

Planung von Einkäufen für die Saison

Bereits im Februar sollte der Kauf von Bienenvölkern und Königinnen für die kommende Saison geplant werden. Der Käufer sollte stets ein Untersuchungsprotokoll des Herkunftsstandes verlangen – auf Amerikanische Faulbrut und (bei Verbringungen aus bestimmten Regionen) auch auf Europäische Faulbrut. Durch den Kauf von Bienen aus nicht untersuchten Beständen gefährden wir unnötig unsere eigenen und benachbarte Völker.

Behandlungen

Wir erinnern daran, dass die Proben der Wintergemüll spätestens bis zum 15. 2. 2026 zur Untersuchung abgegeben werden müssen (bei Abgabe über den Ortsverein entsprechend früher).

Bei geeigneter Witterung (Temperaturen über 10 °C) und nach Kenntnis der Untersuchungsergebnisse kann – falls erforderlich – eine Behandlung gegen Varroose durchgeführt werden, ausschließlich mit zugelassenen Tierarzneimitteln. Der Imker ist verpflichtet, Aufzeichnungen über die durchgeführten Behandlungen zu führen.

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Hinweis zur Untersuchung auf Europäische Faulbrut

Die Untersuchung auf Europäische Faulbrut dient dazu, eine Verschleppung der Seuche in weitere Regionen zu verhindern. Bei einer Verbringung von Bienenvölkern oder Königinnen über eine Entfernung von mehr als 3 km ist eine entsprechende Untersuchung erforderlich.

Die Untersuchung gilt nur für ein Kalenderjahr, in dem sie durchgeführt wurde. Die Gemüllproben werden von Bodeneinlagen entnommen, die sich mindestens 14 Tage im Beutenboden befunden haben. Eine Probe darf höchstens von 10 Völkern stammen.

Weiterhin besteht bei einer Verbringung von Bienenvölkern oder Königinnen über mehr als 3 km die Pflicht zur Untersuchung auf Amerikanische Faulbrut (gültig für ganz Tschechien).

Herstellung von Rähmchen

Zur guten imkerlichen Praxis gehört die regelmäßige Erneuerung des Wabenwerks. Im Brutraum sollte jährlich etwa ein Drittel der Rähmchen ausgetauscht werden, damit keine Waben älter als drei Jahre im Volk verbleiben. Dies verbessert die Hygiene und sorgt für einen sauberen Betriebsablauf.

Rähmchen für die Erneuerung gewinnen wir entweder durch Wiederverwendung nach dem Einschmelzen alter Waben oder durch die Herstellung neuer Rähmchen. Ist ein Rähmchen nach dem Ausschmelzen noch stabil und gerade, lohnt es sich, es zu desinfizieren, zu reparieren und erneut mit einer Mittelwand zu versehen.

Z časopisu včelařství od Ing. Václav Horčic, Ph.D.