Kalendarium – Februar 25
Der Februar, kürzester Monat des Jahres, zeigt seine Wandelbarkeit besonders deutlich. Milde Tage lassen erstmals Knospen erwachen, die dann aber Nachtfrösten oft nicht standhalten können. Wie es der berühmte Autor Karel Čapek im Buch „Das Jahr des Gärtners“ schön beschreibt, hat dieser Monat zwei Gesichter: Einerseits liegt reichlich Schnee und ermöglicht Wintersport und Erholung, andererseits deutet alles darauf hin, dass der Garten bald Frühlingsarbeit verlangt.
Ja, der Februar ist jene Zeit, in der unsere Gedanken vermehrt um Imkerei und Garten kreisen. Auch wenn der Winter noch präsent ist, können wir uns auf das baldige Erwachen der Natur und die ersten Frühjahrsdüfte freuen. Nutzen wir die Ruhephase, um Kraft für die bevorstehende Bienensaison zu sammeln.
Schneereicher Februar stärkt Feld und Flur
In dieser ruhigen Phase ist es sinnvoll, den eigenen Körper zu kräftigen. Die ersten drei Monate jedes Jahres widme ich gezielt intensiver Fitness, um mich körperlich auf die Arbeit an den Bienen vorzubereiten, besonders bei der Betreuung meiner mehr als 300 Völker. Wichtig sind Übungen für kräftige Körpermitte und Dehnung verspannter Muskeln. Speziell der richtige Umgang beim Anheben schwerer Beuten ist entscheidend, um den Rücken zu schützen, ebenso wie die regelmäßige Dehnung der Handgelenke zur Vorbeugung des Karpaltunnelsyndroms.
Die Schneefälle und Fröste im Februar sind für die künftige Saison ein echter Segen – sie sorgen für ausreichend Wasser im Boden. Schnee ist ideal, um den Grundwasserpegel zu erhöhen, selbst wenn er mangels ausreichender Rückhaltemöglichkeiten im Gelände oft zu schnell abfließt.
Mariä Lichtmess – das Tageslicht nimmt zu
Bereits seit der Wintersonnenwende werden die Tage länger – bis Lichtmess (2. Februar) um insgesamt 1 Stunde und 20 Minuten, am Ende des Februar noch einmal um weitere 1 Stunde und 35 Minuten. Traditionell werden an diesem Tag geweihte Kerzen aus Bienenwachs entzündet, um Haus und Hof vor Blitzeinschlag und Feuer zu schützen.
Der Februar und wichtige Tage für Imker
Zwar bietet der Februar nur wenige bemerkenswerte Ereignisse, hervorzuheben wäre allerdings der "Tag des Nachdenkens" am 22. Februar. Oft hören wir von schwindenden Bienenpopulationen. Interessanterweise zählt jedoch Tschechien weiterhin zu den bienenreichsten Ländern Europas mit mehr als acht Bienenvölkern pro Quadratkilometer. Stärkere Aufmerksamkeit sollten wir hingegen den Wild- und Solitärbienen schenken, deren Anzahl deutlich zurückgegangen ist. Unsere Landschaft beherbergt über 600 Arten dieser wichtigen Bestäuber, die auf Nistmöglichkeiten in unseren Gärten angewiesen sind.
Tipp: Eine Anleitung zum Bau eines funktionalen Bienenhotels finden Sie online unter der Suche "Nisthilfen für Wildbienen". Wenn keine Zeit zur Selbstanfertigung bleibt, können wertvolle Hinweise zur Förderung bei M. Šlachta in der "Methodenunterstützung der Populationen solitärer Bienen im Agrarakosystem" nachgelesen werden.
Zögerlich weicht der Winter vor dem Vorfrühling zurück
Die Natur befindet sich im Februar noch weitgehend in Vegetationsruhe. Gegen Ende des Monats zeigt sich jedoch bereits vorsichtig der erste Blütenstaub von Erlen und Haseln. Dieser gelbe Pollen kündigt zaghaft den imkerlichen Vorfrühling („Vorfrühling“, Prevernal) an. In unseren Gärten treten erste Zwiebelgewächse wie Schneeglöckchen, Krokusse und Perlhyazinthen auf sowie Huflattich und Christrose.
Die Zeit eignet sich besonders gut, um Obst- oder Weidenbäume zu schneiden. Weidengeflechte und lebendige Flechtzäune werten die Umgebung nicht nur optisch auf, sondern können auch praktische Funktionen als Sichtschutz oder Windschutz auf dem Bienenstand übernehmen und heißen Sommertagen Schatten bieten.
Der erste große Reinigungsflug der Bienen
Eine markante Veränderung tritt ein, wenn Ende Februar bei Temperaturen um die 10 °C und sonnigem Wetter der erste Reinigungsflug erfolgt. Gesunde, starke Völker schwärmen in großer Zahl aus den Fluglöchern hervor, um sich zu orientieren, den Stock zu säubern, nach Nahrung Ausschau zu halten und Wasser oder frischen Pollen zu sammeln. Nach Einbruch der Dämmerung kehren Ruhe und angenehmes Summen zurück, Vorboten des nahen Frühlings.
Gründliche Eingriffe ins Volk sollten erst nach diesem Erstflug erfolgen, denn zu frühe Interventionen können zu Schäden oder Verlusten führen. Besser ist es, umfangreichere Kontrollen auf März oder April zu verschieben.
Begrenzende Faktoren für die Entwicklung der Bienenvölker
Zu diesen Faktoren gehören:
Wärme
Niedrige Temperaturen behindern die Aufzucht größerer Brutflächen. Stärkere Völker halten leichter 35 °C, nötig für die Brutentwicklung. Schwächere benötigen Unterstützung: Dämmschichten und kompakte Anordnung („Normalmaß“ 39x24 cm) helfen Wärmeverluste zu minimieren.
Nahrungsvorräte und Wasserangebot
Wichtig mindestens 10 kg Futter im Februar vorzuhalten, sowie eine nahe gelegene Wasserquelle sicherzustellen.
Februar - Was nicht vergessen werden sollte
Rechtzeitige Abgabe der Gemüllproben bis 15. Februar und Beachtung des erhebenden Moments des ersten Bienenausflugs gehören zu den monatlichen Aufgaben eines Imkers.
Aus der Imkerzeitschrift, Mgr. Kateřina Šulková





































































































































































































