Imkerkalender – Januar 25
Der Januar ist da – ein Monat der neuen Anfänge und mutigen Vorsätze. Dieser kälteste Monat des Jahres bringt eisige Temperaturen und schneebedeckte Bienenstöcke. Jetzt ist sowohl für Bienen als auch für Imker Zeit für etwas Ruhe. Eine ideale Gelegenheit, auf das vergangene Jahr zurückzublicken und Pläne für das kommende Jahr zu schmieden.
Egal, welche Herausforderungen uns erwarten – Ausbreitung invasiver Arten wie der Asiatischen Hornisse, Viruserkrankungen bei unseren Bienen, deutliche Sparmaßnahmen und vieles mehr: alles lässt sich gemeinsam leichter angehen und meistern. Begegnen wir jeder Aufgabe mit Respekt und Zuversicht. Lasst uns nicht in jeder Herausforderung ein Problem sehen, sondern eine Möglichkeit zur Verbesserung. Ihnen und Ihren Familien wünsche ich gute Gesundheit und viel Spaß und Freude an der Imkerei!
Imker – Bauernregeln für Januar:
„Ist der Januar warm und fein, wird der Honigtopf recht leer bald sein.“
„Fliegen die Bienen schon im Januar munter, steht ein schwaches Jahr bevor.“
„Wenn im Januar das Eis sehr stark, gibt’s im Mai Honig reich und stark.“
„Am Sankt Hyginus Tag (11.1.) fängt erst der Winter richtig an.“
Blühende Pflanzen im Januar – fürs Auge des Imkers
Auch wenn Bienen noch nicht von den Blüten profitieren können, erfreuen wir uns an ihrer Schönheit und ihrem Duft. Einige frühblühende Sträucher könnten bei günstigen Wetterlagen den Bienen erste Nahrung bieten – meistens bleiben diese jedoch ungenutzt.
Winter-Schneeball (Viburnum bodnantense): Rosafarbene, stark duftende Blüten.
Winterjasmin (Jasminum nudiflorum): Gelbe Blüten, die auf kargen Zweigen erscheinen.
Zaubernuss (Hamamelis intermedia): Zarte, gelbe, fadenartige Blüten mit rötlichem Zentrum.
Winterblüte (Chimonanthus praecox): Glockenförmige, duftende Blüten in mildem Gelbton.
Im letzten Jahr blühte bereits am 14. Januar die Haselnuss (Corylus avellana) und versorgte die Bienen mit erstem Pollen. Die unscheinbaren weiblichen Blüten halten Temperaturen bis zu -10 °C aus, die männlichen Kätzchen dagegen sind empfindlicher und nehmen bereits bei Temperaturen um die -2 °C Schaden.
Entnahme der Gemülldiagnose – Standortkontrolle und Gesundheitszustand der Bienenvölker
Gemäß allgemeiner Vorschriften sind Imker verpflichtet, Anfang Januar saubere Bodeneinlagen ("Windeln") einzulegen, um Gemüllproben für die gesetzlich vorgeschriebenen Untersuchungen bis spätestens 15. Februar abzugeben. Unabhängig von Diskussionen gibt es drei wichtige Pluspunkte dieser Maßnahme:
Effektivitätskontrolle der Varroabekämpfung: Überprüfung der durchgeführten Varroa-Behandlung (Fumigation, Aerosol, Beträufeln). Jeder überlebende Varroa-Parasit erhöht das Kollapsrisiko im kommenden Sommer erheblich. Liegt der natürliche Milbenfall höher als 3 pro Volk, ist eine Frühjahrsbehandlung vorgeschrieben.
Krankheiten erkennen: Durch die Gemülluntersuchung lassen sich Sporen der Amerikanischen Faulbrut oder Winterverluste durch Nosematose feststellen. Ein mor-Test ist bei Wanderung, Verbringung von Bienenvölkern und Verkauf vorgeschrieben. Nosematose-Untersuchungen empfehlen sich besonders bei Königinnenzucht.
Standkontrolle: Die regelmäßige Kontrolle entlegener Stände bietet Gelegenheit, eventuelle Schäden an Bienenstöcken durch Wetter oder Nagetiere frühzeitig zu erkennen, zuzuhören und erste Probleme direkt vor Ort zu lösen.
Die wichtigsten Prinzipien für die Gemüll-Entnahme und Einsendung:
Gesamtprobe der Gemülldiagnose aus allen Völkern des Standortes entnehmen (bei Faulbrut maximal 25 Völker).
Tote Bienen entfernen und Proben trocknen lassen, um Schimmelbildung vorzubeugen.
Probe luftdurchlässig, aber dicht verschließen, um eine Kontamination zu vermeiden.
Proben eindeutig kennzeichnen. Bei zusätzlicher Untersuchung auf Faulbrut "AUCH FAULBRUT" vermerken.
Abgabe der Proben bis spätestens Anfang Februar an Ihren Ortsverein, der den Versand übernimmt.
Arbeiten in der Werkstatt
Analyse und Planung: Erfahrungen auswerten, Kollegen einbinden, neue Ideen entwickeln.
Rahmenbau vorbereiten: mindestens eine Zarge Mittelwände pro Wirtschaftsvolk herrichten.
Mittelwände herstellen lassen: Eigener Wachs ist ideal, professionellearbeiter schnell und zuverlässig verfügbar im Normalmaß (39 x 24 cm).
Ausrüstung prüfen: Inventur, Reparaturen und Säuberung der Ausrüstung.
Nicht vergessen:
Gemüllprobe Ende Januar entnehmen und spätestens bis zum 15. Februar an Ihre Ortsgruppe übergeben.
Quelle: Zeitschrift "Včelařství", Autorin: Kateřina Šulková






































































































































































































