https://www.vceliobchod.cz/images/1/apimana-krmeni-oddelku-01.jpg

Pflege und Fütterung von Bienenablegern – Tipps und Erfahrungen erfahrener Imker

Ein Ableger stellt ein junges Bienenvolk dar, das durch Entnahme von drei bis vier Brutwaben mit ansitzenden Bienen und einer Königin aus einem Wirtschaftsvolk entstanden ist. Ziel ist der Aufbau eines gesunden und widerstandsfähigen Jungvolkes. Die Pflege und Fütterung dieser Einheiten spielt eine entscheidende Rolle für den Erfolg der ganzen Imkerei.

Pflege von Ablegern – häufige Fehler vermeiden

Nach der Bildung brauchen Ableger vor allem Ruhe. Bienen müssen sich an die neue Situation anpassen und die Königin benötigt Zeit für ihre Begattungsflüge. In den ersten 10 bis 14 Tagen sollte das Volk nicht geöffnet oder gestört werden, da Stress die Entwicklung deutlich hemmen kann.

Wann und wie Kontrollieren?

  • Die erste Kontrolle erfolgt etwa 14 Tage nach der Bildung.

  • Überprüfen Sie, ob die Königin stiftet – legt sie Eier, ist der Ableger auf dem richtigen Weg.

  • Achten Sie auf genügend Raum für Brut und Futter, aber erweitern Sie den Platz nur schrittweise.

Erweiterung des Ablegers

Bienen benötigen ausreichend Raum, doch zu viel Platz kann das Brutnest auskühlen und die Entwicklung hemmen. Eine stufenweise Erweiterung ist die beste Lösung.

Vorgehen bei der Erweiterung

  • Ein Ableger auf 3–4 Waben kann schrittweise durch Hinzufügen von 1–2 Mittelwänden erweitert werden.

  • Neue Mittelwände werden erst hinzugefügt, nachdem die vorherigen bereits gut ausgebaut sind.

  • Bei guten Bedingungen (Wärme, Futter, Tracht) bauen die Bienen sehr zügig.

  • Als Stimulation kann gelegentlich eine Brutwabe mit schlüpfender Brut hinzugegeben werden, um die Zahl junger Ammenbienen zu erhöhen.

Fütterung von Ablegern – womit und wie?

Flüssige Zuckerfütterung

Ein klassisches Futter ist Zuckerlösung im Verhältnis 1:1 (Zucker:Wasser). Am besten frisch anrühren und regelmäßig kleine Mengen über ein Futtergefäß anbieten. Der süße Geruch fördert den Bautrieb und regt die Königin zum Legen an.

Futterteig und fertige Produkte (z. B. Apimana, Apivital)

Futterteig eignet sich besonders in Zeiten ohne Tracht. Er wird langsam aufgenommen, riecht kaum nach außen und verringert damit die Gefahr von Räuberei. Viele Imker verwenden Teigfutter während Schlechtwetterperioden oder um eine stetige Versorgung sicherzustellen.

Trockener Kristallzucker

Reiner Kristallzucker wird von Bienen oft schlecht angenommen. Wird er leicht angefeuchtet oder mit etwas Honig gemischt, lässt er sich besser aufnehmen. Trocken hingelegt, wird er meist aus dem Stock entfernt.

Wie füttert man Ableger am besten?

Für gleichmäßiges Wachstum und gute Gesundheit hat sich Futterteig als besonders geeignet erwiesen.

  • Teig wird langsam aufgenommen und blockiert keine Brutflächen.

  • Die Königin kann kontinuierlich stiften, das Volk entwickelt sich stabiler.

  • Zu viel Flüssigfutter führt oft dazu, dass der Brutraum mit Vorräten gefüllt wird – das hemmt die Legetätigkeit.

Wie dosiert man Futterteig richtig?

Bewährt haben sich kleinere Portionen von 0,5 bis 1,5 kg pro Gabe. Der Teig sollte in Folie verpackt sein, mit einem Einschnitt, damit die Bienen ihn langsam aufnehmen und er nicht austrocknet.

  • Größere Mengen können über den Deckel oder in einen flachen Futteraufsatz gegeben werden.

  • Der Teig wird oft direkt auf die Rähmchen über dem Brutnest gelegt.

Viele Imker machen sehr gute Erfahrungen mit Produkten wie Apimana Futterteig – praktisch abgepackt in 2 kg-Einheiten, die sich direkt am Stand unterteilen lassen.

Optimale Platzierung des Futterteigs im Bienenvolk

  • Neben den Brutwaben: Zu Beginn sollte der Teig direkt neben der Brut sitzen, wo die Temperatur hoch ist.

  • Im Futteraufsatz: Mit zunehmender Volksstärke kann ein flacher Futteraufsatz verwendet werden – er stört die Wärmebilanz kaum.

  • Über dem Deckel mit Gitter: Manche Imker nutzen eine Schale mit Gitterabdeckung, die über dem Stockdeckel platziert wird.

https://www.vceliobchod.cz/images/1/apimana-krmeni-oddelku-02.jpg

Erfahrungen mit Zuckerlösung

Flüssigfütterung kann ebenso funktionieren, erfordert jedoch mehr Aufmerksamkeit:

  • Nur kleine Mengen (ca. 0,5–0,7 l täglich) füttern und überwachen, dass die Königin noch Platz zum Stiften hat.

  • Am besten über eine Flasche mit gelochtem Deckel anbieten – so erfolgt die Aufnahme langsam.

Im Gesamtvergleich bevorzugen viele Fachimker den Futterteig, da er einfacher zu handhaben ist und die Entwicklung des jungen Volkes besser unterstützt.

Schutz vor Räuberei

Junge Ableger sind besonders räubereiempfindlich, vor allem beim Füttern. Folgende Maßnahmen helfen:

  • Flugloch stark einengen oder nur über die obere Öffnung (Weiselöffnung) belüften.

  • Füttern vorzugsweise am Abend – das verringert den Duftreiz.

  • In den ersten Tagen besonders wachsam bleiben und bei Bedarf den Standort wechseln.

Entwicklung und Überwinterung von Ablegern

Regelmäßige Kontrolle ist entscheidend:

  • Sicherstellen, dass die Königin stets ausreichend Brutraum zur Verfügung hat.

  • Rechtzeitig erweitern und Mittelwände nachgeben.

  • Frühzeitiges Füttern fördert die Entwicklung – daraus entstehen kräftige Wintervölker.

Gesundheitszustand und Vorbeugung

Neben Aufbau und Futter ist auch der Gesundheitszustand regelmäßig zu prüfen – insbesondere auf Varroabefall und Kalkbrut.

  • Sauberes, trockenes Bodenbrett überwachen.

  • Kalkbrut vorbeugen durch gute Wärmehaltung und maßvolles Erweitern.

  • Arbeiten Sie ruhig und zügig – Rauchgerät stets griffbereit halten.

Häufige Fragen neuer Imker

Kann man bei Regen oder Kälte arbeiten?

Ja, aber mit Vorsicht. Kälte macht die Bienen träge, zugleich aber auch reizbarer. Effizientes und zügiges Arbeiten ist wichtig.

Was tun, wenn der Ableger schwach wird?

Eine bewährte Methode ist das Zusetzen einer Wabe mit schlüpfender Brut oder das Umstellen stärkerer Völker auf den Platz der Schwächeren, damit Flugbienen diese verstärken.

Empfehlung:

Entscheidend sind regelmäßige Kontrollen der Brut, ein ausgewogenes Raum-Management, konstante Futterversorgung und ruhiger Umgang. Die hier beschriebenen Empfehlungen basieren auf praktischen Erfahrungen erfahrener Imker und können als wertvolle Orientierung dienen.

Fazit:

Ableger benötigen stetige Zuwendung und gute Versorgung. Futterteig gilt als die sicherste Variante, kleine Mengen Flüssigfutter können ergänzend genutzt werden.

Folgen Sie den Tipps erfahrener Imker, bleiben Sie aufmerksam bei der Entwicklung Ihrer Ableger – ein gut aufgebauter Ableger ist die Grundlage eines starken Bienenvolkes im kommenden Jahr.

Der Text basiert auf praktischen Erfahrungen und Beobachtungen aus Imkerforen.