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Vergleich der Bienenfuttergefäße in der Praxis

Jeder Imker stellt bei der Vorbereitung der Völker auf den Winter Überlegungen an, welche Art Futtergefäß am sinnvollsten eingesetzt wird. Ich möchte Ihnen auf Grundlage meiner langjährigen Erfahrung die Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Futtervarianten näherbringen.

Die Winterfütterung und Vorbereitung der Völker beginnt bereits Mitte Juli und erstreckt sich häufig bis in den Oktober hinein. Obwohl oft über Honig versus Zucker diskutiert wird, empfiehlt sich der Einsatz von Invertsirup als zeitsparende Lösung. Unser Imkereibetrieb bevorzugt dennoch die traditionelle Zuckerlösung, da diese von den Bienen besser angenommen wird. Die Herstellung mit warmem Wasser ist zudem einfach und schnell.

Im Folgenden möchte ich Ihnen verschiedene in Tschechien weit verbreitete Fütterungsmethoden näher vorstellen. Neben klassischen Gefäßen gibt es auch moderne automatische Systeme, die wir jedoch an anderer Stelle genauer beschreiben werden.

Mischungsverhältnis Zucker-Wasser

Bei der Winterfütterung wird meistens das Zucker-Wasser-Verhältnis von 3:2 genutzt. Ein fünf Liter großes Gefäß fasst dabei etwa 4 kg Zucker. Ein 10-Liter-Gefäß nimmt folglich bis zu 8 kg Zucker auf. Diese Faustregel hilft bei der Planung der Vorräte für Ihre Bienenvölker.

Typen von Futtergefäßen

Die am häufigsten eingesetzten Futtergefäße werden unterteilt in innere (Rahmenfuttertaschen) und äußere Systeme (etwa Deckelfutter, Ballonfuttergeräte oder Ganzdeckelfütterer).

Einteilung nach Fassungsvermögen

Großvolumige Futtergefäße

Volumen: 7–15 Liter; ideal für das zeitsparende und intensive Füttern großer Völkerbestände, sehr beliebt bei größeren Imkereien.

Mittelgroße Futtergefäße

Volumen: 4–8 Liter; eignet sich besonders für Imker mit mittlerem Volkbestand, die das Brüten stimulieren und starke Völker heranziehen möchten.

Kleine Futterbehälter

Volumen: 1–4 Liter; für kontinuierliche Fütterung und Reizfütterung, besonders gut für Ableger und schwächere Völker geeignet.

Futterwannen

Positionierung: Auf dem Boden des Bienenstocks oder über dem oberen Wabenrahmen.

Einsatzmöglichkeiten: Großvolumige Fütterung mehrerer Völker gleichzeitig.

Beschreibung: Die Wannen haben normalerweise eine einfache runde oder rechteckige Form mit einem Volumen von 7–15 Litern. Ein Schwimmkörper ist dabei empfehlenswert, um das Ertrinken von Bienen zu verhindern. Ideal ist ein leicht zu reinigendes Material wie etwa Styrodur.

Vorteile:

  • Effizientes schnelles Füttern großer Mengen.
  • Handhabung mit Schwimmern verhindert Bienenverluste.
  • Kostengünstig, stapelbar und leicht zu reinigen.
  • Schnelle Bedienung ohne Bienenkontakt (bei Einsatz eines Schutzgitters).

Nachteile:

  • Kann Bienenräuberei anziehen, Schutzmaßnahmen nötig.
  • Keimgefahr bei Verwendung natürlicher Schwimmer.
  • Gefahr für den Imker ohne Schutzeinsatz.
  • In kalten Wetterlagen schlechter angenommen.

Preis: günstige Varianten ab wenigen Euros erhältlich.

Fütterungseimer

Ähnliche Anwendung wie Futterwannen.

Ganzdeckel-Fütterungssysteme

Positionierung: Als Deckelersatz auf den oberen Wabenrahmen.

Einsatz: Mittlere Füttermenge und zur Stimulierung im Frühjahr geeignet.

Löcher-Flaschen-Fütterer

Einfaches System mit Glasbehältern, beliebt bei Hobbyimkern. Zeitaufwenig und bruchgefährdet, aber günstig und einfach verfügbar.

Ballonfütterer

Veraltete Form, begrenztes Volumen (ca. 2 Liter), unpraktische Reinigung, verwendbar vor allem bei Ablegern.

Ukrainische Fütterer

Einfach, aus Kunststoff gefertigt; Volumen von 1–8 Litern, bequem nachfüllbar.

Jakubov-Futterbehälter

Optimierte ukrainische Fütterer; übersichtliche Befüllung, einfache Reinigung und vielfältiges Größenangebot bis 11 Liter.

Waben- (Rahmen-)Fütterer

Im Bienenstock positioniert; kombiniert Funktion der Fütterung und Wärmedämmung; Volumen bis 7,5 Liter.

Sonstige Fütterungssysteme

Beutel- und Teigfütterung sind weniger verbreitete Methoden, die vor allem ergänzend zum Einsatz kommen.

Detaillierte Informationen zu Frühjahrsfütterungen und zur Fütterung von Ablegern erfahren Sie in einem separaten Beitrag, welcher Anfang nächsten Jahres in der tschechischen Imkerzeitschrift Včelařství erscheinen wird.

aus dem Magazin Včelařství, Jindřich Meduna - Choceň