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Obrázek Imkerkalender für Juli

Der Juli zählt bei Imkern zu den anspruchsvollsten Monaten. Es ist eine Zeit, in der alle wichtigen Aufgaben maximale Aufmerksamkeit und intensiven Einsatz erfordern. Der Großteil der Imker beschließt sein Imkerjahr gegen die zweite bis dritte Juliwoche. Allerdings nehmen Imker, die mit ihren Bienenvölkern wandern oder eine außergewöhnlich lange Trachtperiode haben, vereinzelt auch im August noch Honig ab. Wird eine dieser Tätigkeiten vernachlässigt, kann dies nicht nur einen geringeren Honigertrag im kommenden Jahr bedeuten, sondern häufig sogar bereits im folgenden Herbst zum Verlust ganzer Bienenvölker führen.

Juli beim Imkern: Die anspruchsvollste Zeit des Jahres

Empfohlene Tätigkeiten:

Abschluss der Honigernte (Endschleuderung)
Honigentnahme und Vorbereitung der Bienenstöcke für die Überwinterung
Behandlung gegen Varroa destructor
Vergessen Sie nicht die Varroa-Behandlung Ihrer Völker.
Füttern der Bienenvölker
Entnommener Honig sollte durch Ersatzfütterung ausgeglichen werden.
Sortierung der Waben und Wachsgewinnung
Konzentrieren Sie sich auf sorgfältigen Umgang mit den Waben.
Höhepunkt der Bruttätigkeit in den Bienenvölkern
Die Brutaktivität erreicht jetzt ihren Höhepunkt.


Der Juli zählt zu den entscheidenden Monaten für Imker. Zu diesem Zeitpunkt verlangen alle wichtigen Betreuungsschritte maximale Aufmerksamkeit. Die meisten Imker schließen ihr Bienenjahr bereits Mitte bis Ende Juli ab, vereinzelte Wanderimker oder Imker mit einer spät eintretenden Honigtracht entnehmen Honig eventuell noch im August. Das Übersehen oder Vernachlässigen wichtiger Maßnahmen kann fatale Folgen haben – von sinkenden Erträgen im Folgejahr bis hin zum Totalausfall ganzer Völker bereits im Herbst.

Aus Erfahrung empfehle ich, Bienenvölker standardmäßig gegen Varroa destructor zu behandeln, idealerweise mit Mitteln auf Thymol-, Ameisen- oder Oxalsäurebasis. Exponentielles Wachstum der Varroamilbe führt zu deren explosiver Vermehrung und zerstörerischen Viruserkrankungen, was zu einem Verlust der Bienenvölker führen kann.

Starke Bienenvölker: Was ist zu tun?

Letzte Honigernte und Vorbereitung zur Überwinterung

Beim letzten Ausschleudern ist es wichtig, alles möglichst gründlich abzudecken (Honigwaben, ausgeschleuderte Waben usw.). Arbeiten Sie zügig, und sollte eine verstärkte Räuberei auftreten, verschieben Sie die Arbeiten auf ruhigere Zeiten.

Vorbereitung von Überwinterungsräumen – Was gehört dazu?
Aus Erfahrung empfehle ich z.B. bei Einheitsmaß 39×24 cm, in zwei Zargen zu überwintern. Bei anderen beliebten Maßen, wie etwa 2/3 Langstroth, sollte ein typisches starkes Volk in vier Zargen überwintern können.

Beispiel aus dem Jahr 1985: Damals mussten wir sieben Bienenvölker (39×24 cm) Anfang Oktober in eine einzelne Zarge umlogieren. Innerhalb einer Woche zeigte sich, dass die Völker ihre Population an die angebotene Raumgröße anpassten – viele Bienen wurden hinausgedrängt. Diese Erfahrung verdeutlicht mir klar, dass eine Verkleinerung des Raums vor dem Winter unerwünschten Volksverlust verursachen kann.

Welche Waben zur Überwinterung wählen?
Im Winterraum dürfen sich keine leeren Rahmen oder Mittelwände befinden, da im Spätsommer nicht mehr gebaut wird. Alte oder beschädigte Waben werden zur Honigernte aussortiert, bevorzugt werden ausgebaute, helle Waben aus der zweiten Generation verwendet. Die Königin müssen wir dabei nicht extra suchen, stattdessen achten wir auf ein geschlossenes Brutnest ohne Lücken.

Die norwegische Methode: Hierbei werden im Juli Bienenvölker komplett auf Mittelwände gesetzt. Die Methode erfordert Erfahrung, ist arbeitsintensiv, fördert allerdings den Bau neuer Waben und verbessert dauerhaft die Stammtauglichkeit der Winterbienenpopulation.

Behandlung der Bienenvölker gegen die Varroamilbe

Die Behandlung gegen Varroa destructor ist entscheidend für gesunde Bienenvölker. Obwohl rechtlich nicht überall verpflichtend (was ich allerdings ausdrücklich befürworte), ist sie mindestens gleich wichtig, wenn nicht wichtiger als Herbstmaßnahmen.

Empfohlene Behandlung: Unmittelbar nach dem Ende der Honigernte ist die Behandlung mit Thymol-, Ameisen- oder Oxalsäure-basierten Mitteln unbedingt erforderlich. Anwendungsdetails finden Sie im Beipackzettel der jeweiligen Präparate.

Warum keine Amitraz- oder Pyrethroid-Mittel verwenden?
Amitraz (Varidol) oder fluvalinatbasierte Präparate (MP-10) sollten im Sommer niemals angewendet werden. Diese Behandlung wäre unwirksam (maximal 20 % Wirkung), weil die Milben größtenteils in Brutwaben geschützt sind. Außerdem fördert eine falsche Sommeranwendung Resistenzen der Milben, die letztendlich diese Präparate unwirksam macht.

Fütterung als Ersatz nach Honigentnahme (Einwinterung)

Nach Abschluss der Varroabehandlung müssen Bienenvölker zügig ausreichend gefüttert werden. Empfohlen wird Zuckerwasser (3:2 Mischung: 3 kg Zucker in 2 Litern warmem Wasser – ergibt etwa 4,1 Liter Futterlösung). Heutzutage greifen viele Imker zu Invertfutter, dessen Vor- und Nachteile abzuwägen sind. Zucker bleibt eine zuverlässige Methode

Bewährte Füttermethode:
Blumentöpfe (konische Plastik-Gefäße) sind eine gute Wahl, vermutlich reichen drei Portionen (2-mal Juli, 1-mal Anfang August). Zur Vorbeugung gegen das Ertrinken der Bienen sollte in das Futter bereits vorbereitete Stroh- oder Heuschicht eingelegt werden.

Sortierung ausgelaufener Waben und Wachsverarbeitung

Nach der Honigernte müssen Waben zuverlässig sortiert werden, um Schäden durch die Wachsmotte zu verhindern:

a) Unbebaute, saubere Waben: unkomplizierte Lagerung zur Frühjahrsnutzung.
b) Bevorzugte helle Brutraumwaben (einmal bebrütet): optimal bei niedrigen Temperaturen bzw. regelmäßiger Schwefelung lagern.
c) Dunkle, alte Waben: Das Wachs ausschmelzen – z.B. in einem Wachsschmelzer oder Solarschmelzer aufbereitet als frischer Wachskuchen.

Inspiriert durch: Pavel Konečný, Zeitschrift für Imkerei

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